Also, was ist das Problem?

Bild: „Also, was ist das Problem?“

Wie die Paartherapie gelingt

 

Ungefähr die Hälfte aller für immer gemeinten Paarbeziehungen geht auseinander, und das ist wohl ziemlich untertrieben, weil die öffentlichen Statistiken normalerweise nur die Ehen berücksichtigen.

Fünf Minuten vor dem Bruch kommen die Paare dann zum Paartherapeuten, weniger schmeichelhaft gesagt, fünf Minuten nach 12, wenn man mit „12“ den Zeitpunkt meint, an dem einer der beiden nicht mehr an die Rettung der Beziehung glaubt.

Was fast keiner zugibt, weil er sich schließlich sagen können will, er hat wirklich Alles versucht – und heute gehört zu diesem Allem eben die Paartherapie oder Eheberatung dazu.

Was Wunder, daß auch die Paartherapien keine bessere Statistik aufzuweisen haben, wenn man ein bißchen nachforscht und kritisch analysiert. Als advocatus diaboli würde man lakonisch vermerken, wer die Katatrophe tatsächlich abwenden oder den Bruch unter allen Umständen wieder kitten will, der schafft es mit oder ohne Therapeuten. Wer nicht, dem kann auch der genialste Paartherapeut nicht helfen.

Jedenfalls gilt, daß es die beiden Partner in der Hand haben, ob sie sich von einem mehr oder weniger genialen oder zumindest redlich bemühten Therapeuten dazu bringen lassen, auf einen grünen Zweig miteinander zu kommen.

Aber stimmt das? Sind nicht die meisten zutiefst davon überzeugt, daß es der andere ist, der sich nicht die nötige Mühe gibt? Haben sie nicht zig Beispiele parat, wenn man ihnen erlaubt, sich darüber auszubreiten, was sie schon alles versucht haben und wie sie der andere jedesmal wieder hat anrennen oder aussteigen lassen? Bleibt einem denn irgendetwas anderes übrig, als ihnen Recht zu geben, wenn sie fertig sind mit ihrem Plädoyer?

Noch schlimmer: Geht es einem als Zuhörer nicht bei jedem von den beiden gleich? Kann man denn guten Gewissens anders reagieren, als zuerst Mitleid mit A zu haben und empört zu sein über B, nur um anschließend B zu bemitleiden und A zu verurteilen?

Kaum jemand ist überzeugender als Partner, die den anderen als Täter und sich als Opfer der Beziehungsmisere hinstellen!

Wenig ist plausibler als das Veränderungsrezept, das der eine dem anderen im Ton und Gestus der tief empfundenen Ungerechtigkeit, unter der er leidet, vorträgt. Zum hundersten Mal und eigentlich schon längst wider besseres Wissen, weil der andere eben leider Gottes derart uneinsichtig und verstockt ist, daß wahrscheinlich nicht einmal ein Engel noch Geduld dafür aufbrächte.

Als wäre die ganz echt und ehrlich so erlebte und in aller Redlichkeit so verstandene Opfer-Täter – Konfiguration, die dummerweise aber von beiden Richtungen her ganz echt und ehrlich so erlebt und in aller Redlichkeit so verstanden wird, nicht höllisch genug – wehe der Therapeut ist so naiv und gibt einem der beiden in Hörweite des anderen Recht!

Dann beginnt der Überschlammassel, der paartherapeutische Krieg zusätzlich zum Paarbeziehungskrieg, ein Szenario mit garantiertem Unhappy End.

Auch wenn der Kollege dabei hinsichtlich der Beurteilung der Konfliktlage paarpsychologisch und beziehungsdynamisch eindeutig richtig läge.

Auch wenn der sich jetzt unzulässig ins schreiende Unrecht gesetzt vorkommende Partner bei der Analyse von Beziehungsproblemen im Bekanntenkreis ohne weiteres zustimmen würde, daß man’s so halt wirklich nicht machen kann und sich mitnichten wundern braucht, wenn’s dann schief geht.

Auch wenn in den Lifestyle-Journalen kein Zweifel daran gelassen wird, daß man jede Beziehung ins Aus steuert, wenn man sich Derartiges erlaubt.

Als ob der falsche Stolz und der kindische Trotz der Partner, die keinem bei sich selbst als das vorkommen, was sie beim anderen und bei Dritten offensichtlich sind, nicht ausreichend dafür sprächen, daß es kein Wunder ist, wenn so viele Paartherapien nach ein paar Sitzungen abgebrochen werden, kommt Weiteres dazu.

Die Ratschläge und Rezepte für gute Beziehungen, die einem von allen On- und Offlinemedien so reichlich und so überzeugend kompetent angeboten werden, machen leider nichts besser, sondern alles nur noch schlimmer.

Jetzt hat man zum ganz privaten Eigensinn noch die Berufung auf Illustriertenpsychotipps und Jahrzehnte von Beziehungsratgeberliteratur im Talon, aus dem man die Trumpfkarten ziehen kann.

Mit Abstand am beliebtesten ist die Weisheit, „Es kommt auf die Kommunikation an!“ und die Paare kommen mit dem Anliegen, ihre Kommunikation zu verbessern.

Wie edel, hilfreich und gut das auch gemeint ist, geht es doch nicht nur haarscharf an der Sache vorbei, sondern man könnte alltagssprachlich die korrigierende These formulieren, „Es geht den Problemen am Arsch vorbei, wie man über sie spricht.“

Das bedeutet, an der Sprachverwendung verderben oder erblühen Beziehungen nicht, so wenig oder so viel, wie Rouge auf den Wangen um 10 Jahre jünger und grau gefärbte Haare um 20 Jahre älter machen.

Schon klar, aber so banal kann man das mit der Kommunikation nicht abtun, es geht über die Ich-Botschaften und das Bedürfnisse Formulieren statt Du-Aussagen und Vorwürfe Machen hinaus, es geht um das aktive Zuhören, um die Empathie und das Verhandeln von fairen Kompromissen?

Was soll man sagen, Kommunikationstraining ist nichts anderes, als das Pferd vom Schwanz her aufzuzäumen. Im Fall ernster Beziehungskrisen wäre hinzuzufügen, daß es um brutales Rodeoreiten geht, nicht um eine geschmackvolle Sitzposition für das Selfie am Praterkarussell.

Und falls Sie schon einmal verliebt waren, können Sie sich erinnern, daß Sie sich nicht zum Zuhören zwingen mußten, sondern verzückt an den Lippen des anderen gehangen sind und ihm mit Hingabe und heiligem Eifer die Wünsche von den Augen abgelesen haben. Wenn nicht, haben Sie zumindest mit Begeisterung und Sehnsucht darüber gelesen.

Bevor Sie jetzt schlußfolgern, daß es halt der Himmel, das Schicksal oder die spontanen Regungen des Herzens sind, die darüber entscheiden, was wie gut oder schlecht geht in einer Paarbeziehung, und bevor Sie die Hormone oder das Immunsystem verantwortlich machen, schauen Sie sich in den Spiegel!

Sie sind der Faktor, auf den es ankommt. Ihre Absichten aus Ihren Einstellungen aus Ihren Ideen und Überzeugungen.

Den anderen setzen Sie am besten mit dem Wald gleich, aus dem es so zurückschallt, wie man hineinruft.

Das gilt für beide, aber jetzt lesen Sie hier, und es gilt für Sie.

Das ganze Nachdenken und Analysieren und Grübeln, was der andere warum und wie falsch macht, können Sie sich ohne Verlust sparen.

Sämtliche psychologischen und moralischen Befunde und Diagnosen, sämtliche Kataloge, Be- und Abrechnungen von gerecht versus ungerecht, unschuldig und schuldig, zu- und unzumutbar dürfen Sie getrost in eine der unteren Schubladen verfrachten und den Schlüssel vor sich selber verstecken.

Und jetzt? Und jetzt bedenken Sie, daß es dem anderen genauso geht wie Ihnen: Er hat auch keine Ahnung, was er tun könnte, damit es wieder besser und sogar gut und hervorragend wird zwischen Ihnen beiden.

Ihm fällt auch nichts Besseres ein, als zu glauben, der andere – das sind in dem Fall Sie – ist der Schlüssel zum Paradies, zum Besseren, zum Guten und zum Phantastischen, das vielleicht einmal war, oder zu noch Schönerem, noch nie zwischen Ihnen Dagewesenem.

Der andere traut sich auch nicht mehr zu, das Bessere und das Gute in ihrem gemeinsamen Leben bewirken zu können, er kommt sich genauso wie Sie mehr oder weniger am Ende seiner Weisheit vor.

Selbst wenn er sich, so wie Sie vielleicht auch, sagt, daß er ganz genau weiß, was der andere – in seinem Fall sind das Sie – bloß unterlassen und anders machen bräuchte, was doch keine Kunst wäre, damit er sich entspannen kann, sich gegen den Streß und den Frust nicht mehr wappnen muß und vertrauen kann, daß bald das Schöne das Unschöne wieder überwiegen wird.

Und wenn sie nicht gestorben sind, fühlen sie sich noch heute vom anderen abhängig und glauben, sie können nicht glücklich sein, wenn der andere sie nicht glücklich macht – damit es nicht zu märchenhaft wird – wenn der andere nicht aufhört, sie zu frustrieren!

Wer sich als erster darauf einläßt, daß die Idee der Abhängigkeit nicht deshalb stimmt, weil man so von ihr überzeugt ist, sondern nur so traurig aber wahr erscheint, weil man sie schon so lange aufopferungsvoll und diszipliniert gehegt und gepflegt hat, hat gewonnen.

Er braucht sich nur noch vom Paartherapeuten dazu inspirieren lassen, daß er die – wie der ihm hoffentlich bestätigen würde – sowieso immer schon bestehende innere Unabhängigkeit gezielt benutzen kann, um die Beziehung zum anderen in ein freudigeres, heitereres und erhebenderes Fahrwasser zu bringen.

 

 

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und den Weg zu Ihrer ersten persönlichen Sitzung.

 

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Vorsicht, enthält didaktischen Humor!

 

 

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Kurz und bündig, aber nicht humorlos!

 

So gehen Sie es praktisch an:

So gehen Sie es praktisch an:

Sie haben sich durchgerungen und sind entschlossen auf der Suche nach Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung?

Gut!  – Bevor Sie anrufen, schauen Sie sich bitte auf dieser Seite die Videos „Was Sie bei mir erwartet“ an!

Dabei haben Sie die Wahl, wie Sie sich einen ersten Eindruck von mir und meiner Arbeitsweise verschaffen möchten:

Die Serie der ersten drei Videos ist mit einer hoffentlich unterhaltsamen Dosis ironischen Humors gewürzt, das vierte Video „Was Sie bei mir erwartet (kurz und bündig)“ darunter ist nüchtern, wenn auch nicht unbedingt humorlos oder staubtrocken.

Und lesen Sie sich bitte auf jeden Fall zumindest die Seite „Ihr Weg zur ersten Sitzung“ durch! Damit organisatorisch alles klar und voraussehbar ist.
 

Aber … der andere will/kann nicht mitkommen oder hält nichts davon?

Kein Problem! – Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung im Alleingang ist eine bewährte Methode. Kurz und vereinfacht gesagt: So wie einer allein die Beziehung verderben und sogar scheitern lassen kann, kann er sie auch zum Guten wenden. Lassen Sie sich hier motivieren: „Einspännig im Wilden Westen“!

Aber … Sie sind sich nicht sicher, ob überhaupt Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung das Richtige für Sie ist?

So geht es naturgemäß vielen! – Die Frage läßt sich seriöserweise nur in einem persönlichen Gespräch abklären. Als Tipp: Abwarten ist so gut wie nie eine gute Idee.

Sie halten nach Anregungen, Tipps und Einsichten Ausschau, wie Sie Ihre Beziehung verbessern können?

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– Damit Sie sich leichter daran erinnern, sich in guten wie in schlechten Zeiten in der schwierigen Kunst der Liebe zu üben.

 

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