Warten verboten

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Warten verboten!

 

Warauf sollte man nicht warten?

Auf drei Dinge: ein Wunder, den richtigen Zeitpunkt, die Bereitschaft des anderen.

 

Das Wunder

Was braucht man über das Wunder sagen? Da genügt der Volksmund. Da genügt der Hausverstand, der gesunde Menschenverstand für zuhause, wenn man so will.

 

Der richtige Zeitpunkt

Der richtige Zeitpunkt ist der Tag, an dem man zum ersten Mal denkt, ich weiß nicht, was ich noch machen könnte, ich hab‘ doch schon alles Mögliche versucht, und geholfen hat nichts. Man kann auch sagen, das ist der späteste richtige Zeitpunkt.

Der früheste und insofern der „richtigste“ ist der Tag, an dem man zum erstenmal denkt, so geht’s nicht weiter.

Das Problem an so einem Tag ist, daß man im Allgemeinen meint, das nehm‘ ich nicht mehr hin, das laß‘ ich mir nicht mehr bieten, samt: das halt‘ ich nicht mehr aus.

Warum ist das ein Problem?

Weil es heißt, der andere muß sich ändern, und zwar dringend und entscheidend, sonst …!

Woraus man daran geht, dringend und entschieden von ihm diese Änderung zu verlangen. Alles, was man erreicht, ist im besten Fall, daß er sich ermahnen läßt und guten Willen zeigt, aber nach kurzer Zeit wieder alles beim Alten ist, meistens noch schlimmer als zuvor.

Das kommt daher, daß sich keiner freiwillig die Schuld zuschieben und sich zusätzlich noch bevormunden und belehren läßt. Wer sich getraut, protestiert gleich offen, wer nicht, eben später versteckt, mit passivem Widerstand.

Im nicht besten Fall beißt man von Anfang an auf Granit – ob die Beschwerde und Anklage distanziert, sachlich und vernünftig argumentiert abgewiesen wird, oder mit empörten Gegenvorwürfen beantwortet, ist nur eine Frage des Stils.

Allerdings ist dieser Fall doch als der bessere zu betrachten, wenn man berücksichtigt, daß man eine direkte, offene und sofortige Absage bekommt statt eine indirekte, versteckte und erst später als solche sich erweisende. Man weiß auf diese Art gleich, woran man ist.

 

Was es heißt, man soll nicht auf den anderen warten

Nicht darauf zu warten, bis man ihn erfolgreich dazu überredet hat, mit einem in Paartherapie zu gehen, sondern ihn gar nicht dazu „motivieren“ zu versuchen, ist zu empfehlen.

Es genügt, dem anderen zu eröffnen, daß man glaubt, ohne Paartherapie käme man miteinander auf keinen grünen Zweig, und mit, so glaube man, wäre die Chance jedenfalls größer als Null. Weswegen man ihm vorschlägt, ein gemeinsames Erstgespräch bei einem Paartherapeuten auszumachen.

Das ist der erste Teil. Der zweite besteht darin, daß man von Anfang an entschlossen ist und das unmißverständlich klarmacht, daß man selber auf jeden Fall diesen Schritt unternehmen wird, weil man tun möchte, was möglich ist, um die Beziehung zu verbessern, und sich dabei von einem Fachmann auf Ideen bringen und unterstützen lassen will.

Man wird im Fall des Falles die Paartherapie alleine machen! Obwohl es einem lieber wäre, zu zweit hinzugehen.

Wie oben ersichtlich, muß man sich zuerst selbst motivieren, sein Bestes zu tun, anstatt das davon abhängig zu machen, ob und wie der andere dazu eingestellt ist.

Wenn es einem allerdings im Grunde nur darum geht, sich nichts vorwerfen zu müssen, wenn die Beziehung ins Aus torkelt oder versumpft oder versandet, dann genügt es, sich darauf zu berufen, ich hab‘ es mit allen Mitteln versucht, den anderen von einer Paartherapie zu überzeugen, aber er hat es abgelehnt, er bildet sich ein, er hat sich nichts vorzuwerfen und braucht keine Hilfe, er ist sich zu gut dafür – mehr konnte ich nicht tun, das wäre vielleicht doch die Rettung gewesen, aber leider, ich war offenbar der einzige von uns beiden, dem genug an unserer Beziehung gelegen ist!

Wie soll das gehen, allein beim Paartherapeuten?

Es ist nicht so exotisch, wie es auf den ersten Blick wirkt. Wenn Eltern ein Problem mit einem ihrer Kinder haben, gehen sie oft genug auch allein zur Erziehungsberatung, anstatt das Kind zur Besserung vorzuführen. Warum? Weil sie spontan – und vernünftigerweise – davon ausgehen, wenn sie dem Kind gegenüber bei gewissen Dingen anders reagieren als bisher, wird es sich daraufhin ebenfalls auf eine andere Art verhalten.

Das spontane Klagen über den anderen Partner folgt genau dieser Logik: Würde er sich bloß anders verhalten, ginge es einem selber viel besser und man würde sich natürlich viel postiver ihm gegenüber zeigen können. Kannitverstan? Noch einmal: Genau Ihr Gedanke, wie oben ausgeführt, gilt auch vice versa – logo? Das heißt, der andere ist davon überzeugt, würden Sie sich bloß anders verhalten, ginge es ihm viel besser und er würde sich natürlich viel positiver Ihnen gegenüber zeigen können.

 

Der Zwillingshaken

Der Haken ist immer, daß man überzeugt ist, man selber verhielte sich im Wesentlichen richtig, aber der andere leider ganz und gar nicht. Das heißt, man erklärt sich zum Opfer, zu dem, der bloß reagiert auf das, was ihm an mehr oder weniger Unerträglichem geboten wird.

Man könnte Bände mit den Fehlern des anderen füllen und stundenlang darüber referieren und nicht nur im Brustton der Überzeugung, sondern hieb- und stichfest durchargumentiert!

Der Haken ist dummerweise ein Zwilling.

Sie werden es erraten: der andere sieht es genauso klar und empfindet es genauso eindeutig, nur die zugeschriebenen Rollen sind die umgekehrten.

Ist das nicht ein unlösbares Dilemma?

Nein. Weil für beide Beteiligten gilt, daß sie selbst derjenige sind, auf den der andere – doch bloß und in absolut verständlicher und nachfühlbarer Weise – reagiert.

Und weil des Menschen Wille sein Himmelreich ist, beharrt er von vornherein auf seinem Recht, der andere habe sich zuerst zu ändern.

Wer aber die Vernunft an die Stelle des Eigensinns setzt, versteht, daß es für das Ergebnis egal ist, wer sich zuerst ändert.

Wenn jemand also am neuen Ergebnis mehr interessiert ist als an der Verteidigung seines Stolzes, benutzt er die Sitzungen beim Paartherapeuten dafür, herauszufinden, mit welchen Haltungen und welchem Verhalten er das gewünschte Ergebnis wahrscheinlich machen kann und läßt sich dabei coachen, bis er diese konsequent an den Tag legt.

 

Männer sind besonders betroffen

Viel mehr als Frauen es tun, glauben Männer nicht, daß es in ihrer Macht liegt, die Frau zu einer Änderung zu veranlassen. Das rührt daher, daß sie an den Zeitgeist glauben statt an den der eigenen Erkenntnis.

Und der wäre?

Der Zeitgeist ist ein Kavalier und Gentleman. Ungefähr so schlimm wie der Geist des Minnedienstes damals im 11. und 12. Jahrhundert, ungefähr so dumm wie der Geist der englischen Romantik, der die Frau zum „Angel of The House“ poetisierte samt der „Lady of The Manor“. Im Unterschied zu diesen dunklen Zeiten, in denen der Mann sich selbst vor lauter Bedürfnis nach idealisierender Schwärmerei umnachtete, gilt er heute öffentlich und offiziell als zurückgebliebenes Charakterschwein, – Verzeihung: als unverbesserlicher Macho, Frauenfeind und Egomane – wenn er sich nicht in schlechtem Gewissen windet und in Schuldgefühlen suhlt, sollte er sich nach seinen eigenen statt nach ihren Kriterien und Ansprüchen richten.

Machen Männer im Lauf der Therapie die ersten Erfahrungen damit, was Standfestigkeit und Selbstsicherheit bewirken, trauen sie ihren Augen nicht – so einfach soll es sein? Die Antwort ist, „Leider ja!“ im Rückblick auf all die schuldbewußten Verrenkungen der Vergangenheit und „Gottseidank ja!“ im Ausblick auf die zukünftige Überflüssigkeit jener Exerzitien.

Frauen müssen die Hürde überwinden, daß der Zeitgeist ihnen weismacht, sie hätten erstens eine Art Geburtsrecht darauf, daß es nach ihrem Kopf geht in der Beziehung zum Mann, und zweitens, daß sie ihren Gefühlen folgen sollen statt ihrem Verstand.

 

Die Grenzen der Bewirkbarkeit

Hab‘ ich schon darauf hingewiesen, daß keiner was bewirken kann, wenn der andere partout nicht will, weil er zum Beispiel den Ausstieg schon beschlossen hat und nur noch auf einen günstigen Moment wartet? Oder gezielten Psychoterror betreibt, um unschuldig dazustehen, wenn der Partner das Handtuch wirft?

In so einem Fall der nicht vermeidbaren Trennung bleibt trotzdem eine Menge Böses, das man verhindern und Gutes, daß man erreichen kann, wenn man weiß, was man tut. Was die Trennung selbst betrifft und die Zukunft danach, vor allem, weil die Verantwortung der Elternschaft nicht mit der Scheidung endet.

Die Grenzen der Bewirkbarkeit erkennt man in jedem Fall erst dann, wenn man selbst seinen Umgang mit dem anderen stabil auf die Fasson gebracht hat, die es dem anderen leichter macht, Trotz und Stolz ebenfalls beiseite zu stellen – aber nicht schon nach ein paar Tagen oder Wochen des krampfhaften oder großzügig herablassenden Zeigens von gutem Willen!

 

 

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Vorsicht, enthält didaktischen Humor!

 

 

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Kurz und bündig, aber nicht humorlos!

 

So gehen Sie es praktisch an:

So gehen Sie es praktisch an:

Sie haben sich durchgerungen und sind entschlossen auf der Suche nach Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung?

Gut!  – Bevor Sie anrufen, schauen Sie sich bitte auf dieser Seite die Videos „Was Sie bei mir erwartet“ an!

Dabei haben Sie die Wahl, wie Sie sich einen ersten Eindruck von mir und meiner Arbeitsweise verschaffen möchten:

Die Serie der ersten drei Videos ist mit einer hoffentlich unterhaltsamen Dosis ironischen Humors gewürzt, das vierte Video „Was Sie bei mir erwartet (kurz und bündig)“ darunter ist nüchtern, wenn auch nicht unbedingt humorlos oder staubtrocken.

Und lesen Sie sich bitte auf jeden Fall zumindest die Seite „Ihr Weg zur ersten Sitzung“ durch! Damit organisatorisch alles klar und voraussehbar ist.
 

Aber … der andere will/kann nicht mitkommen oder hält nichts davon?

Kein Problem! – Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung im Alleingang ist eine bewährte Methode. Kurz und vereinfacht gesagt: So wie einer allein die Beziehung verderben und sogar scheitern lassen kann, kann er sie auch zum Guten wenden. Lassen Sie sich hier motivieren: „Einspännig im Wilden Westen“!

Aber … Sie sind sich nicht sicher, ob überhaupt Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung das Richtige für Sie ist?

So geht es naturgemäß vielen! – Die Frage läßt sich seriöserweise nur in einem persönlichen Gespräch abklären. Als Tipp: Abwarten ist so gut wie nie eine gute Idee.

Sie halten nach Anregungen, Tipps und Einsichten Ausschau, wie Sie Ihre Beziehung verbessern können?

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