Basiswissen PaarEinsPsy Stufe 1

 

Stammelternkulturbegründung*

ist eine so hochgestochene und fordernde Aufgabe, wie sie klingt

 

 

Wozu eine Stammeskultur begründen?

Das verliebte Paar ist drauf und dran, einen neuen Stamm zu gründen.

Was einen Stamm (oder schon eine Sippe) im Innersten zusammenhält und sich im Äußeren und Äußersten behaupten läßt, ist die kulturelle Ordnung, die er sich gibt und weiterentwickelt.

Deswegen sind er und sie am Anfang spontan ein Herz und eine Seele, und nicht bloß ein Fleisch, weil sie eine Kultur herstellen müssen aus zwei Herkunftssippen- oder Herkunftsstammeskulturen.

Bei den Schimpansen erledigt das das ererbte Temperament der Geschlechter und der Individuen, die soziale Power aus dem Körper ist sowieso bei den höheren Säugetieren eindeutig verteilt in der Beziehung.

Wir Stars der Evolution müssen aber darüber nachdenken können und darüber reden können, damit wir eine stetige kreative Verbesserung unserer Chancen der Selbstbehauptung im Namen unserer Genpools und damit immer als Begründer von neuen Genpools im Namen der Genpoolverwandtschaft und Genpoolverbände und zuletzt der Spezies nach bestem Wissen und Gewissen per Versuch und Irrtum erreichen, weil die Diskussion und Überzeugung die Intelligenz schärfen, den Horizont erweitern und die Erkenntnis inspirieren.

Versäumen wir die Begründung und Weiterentwicklung einer vom Elternpaar gemeinsam an die Kinder und Kindeskinder weiterzugebenden verbindlichen und verläßlichen Sippenkultur, sind unsere Nachfahren im evolutionären Nachteil, weil sie desorientiert herangewachsen sind und ihnen der geistige Boden unter den Füßen schwankt.

Weil wir wissen, daß wir Stammeltern sind, wollen wir, daß es unsere Kinder einmal besser haben, anstatt uns mit der Hoffnung zu begnügen, sie sollten es nicht schlechter als wir haben.

Die Evolution per Kultur (also die dem Homo Sapiens als einziger Spezies eigenen Methodik des prokreativen Erfolgs in der Konkurrenz um die Ressourcen der bewohnbaren Welten) kommt nicht mit gesunden und starken Körpern aus.

Im Gegenteil, die körperliche Gesundheit und Kraft ergibt nur einen immer geringer werdenden Anteil am Erfolg, während die Intelligenz und die Kultur aus ihr einen immer größer werdenden Anteil an unserer Selbstbehauptung als Spezies ausmachen.

Es ist eine Intelligenz des beständigen Erkundens und Erforschens des Möglichen, und es ist eine Kultur des kreativen Experimentierens und analytischen Untersuchens von Versuch und Irrtum, ein a priori wissenschaftlicher Forschungszugang zur Lebenswelt und zur Lebenserfahrung.

 

Die notwendigen Tugenden zur Kulturbegründung

Risikofreude, Mut, Tapferkeit, Ausdauer, Askese und Idealismus sind die entscheidenden antreibenden Kräfte der menschlichen Art der Evolution. Eitelkeit, Trägheit, Risikovermeidung, Ängstlichkeit und Schmerzempfindlichkeit sind die entscheidenden beharrenden Kräfte, deren Trägheit zu berücksichtigen und zu überwinden, nur mit der Übungsdiziplin eines Yogins verläßlich zu bewerkstelligen ist.

Für die Erstellung, Erhaltung und Entwicklung der Kultur ist der Mann allein letztverantwortlich.

Übergibt oder überläßt er die Letztverantwortung an die Frau oder an die Tradition oder an eine Ideologie, kommt es zur evolutionären Stagnation und Regression, zuerst in der Moral, dann in der Ethik der Lebensgemeinschaft und allgemein der Gesellschaft. Daraus ergibt sich eine psychologische Stagnation und Regression im Funktionsniveau der Erwachsenen und im Strukturaufbau der heranwachsenden Kinder und Jugendlichen.

Leser: Aha, sehr interessant! Die Frau hat den Schwarzen Peter, wenn eine Kultur in die Dekadenz gerät?

Autor: Nein, wie gesagt, der kausale Nexus beginnt mit der Kondition, daß er ihr die letzte Verantwortung übergibt oder überläßt.

Die Frau ist mit der Übernahme der kulturellen Letztverantwortung überfordert, und zwar radikal, von der biologischen und existenziellen Wurzel der Aufgaben und Begabungen der Mutterschaft her, und dementsprechend auch psychostrukturell und psychodynamisch, soweit sie spontan – statt gezielt diszipliniert – schaut, horcht, spürt, denkt, fühlt, beurteilt  und entscheidet, was sie will.

Die Funktion dieser Disziplin ist die Sorge für das Insgesamt des Sippenlebens und Sippenschicksals, von ihrem Beginn bis in alle Zukunft hinein und sogar im immateriellen geistigen Raum der Ewigkeit.

Das Weibliche ist aber um das andere oder um das Ganze nur durch die Linse des Eigenwohls besorgt, weil das körperliche und gefühlsmäßige Wohl jeder einzelnen Frau die entscheidende Voraussetzung für die möglichst dominante körperliche Fortpflanzung der Sippe ist.

Daher stürzt sie die Notwendigkeit des Eingehens von Risiken oder gar der freiwilligen Inkaufnahme von erheblichen Abstrichen bei der Gewährleistung und Maximierung des Eigenwohls in einen instinktbegründeten Gewissenskonflikt, während beim Mann der Instinkt die Opfer sogar zwingend verlangt.

Selbstverständlich kann sich die Sippe die Gefährdung der Männer nur deshalb leisten, weil im Notfall ein einziger Mann beliebig viele Kinder in kürzester Zeit zeugen kann, beschränkt nur durch die Verfügbarkeit fruchtbarer Frauen; und im evolutionären Normallfall der Statistik doppelt so viele Frauen wie Männer ihre Gene weitergaben. Außerdem kann auch ein geschwächter, verstümmelter, kranker  oder unglücklicher Mann erfolgreich zeugen, aber bei der Frau gefährdet jedes ernste Unwohlsein den mütterlichen Erfolg.

 

Die Meta-Kultur für die neue Sippe

Der Mann muß seine Herkunftskultur auf eine authentisch von ihm vertretbare bestmögliche Version entwickeln, bevor er damit eine transzendente Meta-Kultur begründen kann, in der die Herkunftskultur der Frau in ihrer bestmöglichen Version aufgehoben ist.

Dann braucht er sie nur noch dazu verpflichten, sie die Ordnungen der nunmehrigen gemeinsamen Kultur ihrer neuen Familie einzuhalten und weiterzuvermitteln an die Kinder und Kindeskinder.

Verpflichten durch Überzeugen, durch Kontrolle und Supervision, unter Strafdrohung gegebenenfalls, ganz wie Sippen und Gesellschaften ihre kulturellen Ordnungen eben durchsetzen.

So wie die Eltern die Kinder kulturell sozialisieren, muß der Mann für das Wohl der Nachfahren die Frau in die neue Metakultur sozialisieren.

Leser: Mein Gott! Geht’s noch patriarchalischer?

Autor: Ums Patriarchat kommen wir als Säugetiere nicht herum, so wenig wie als physikalische Körper um die Schwerkraft.

 

Die Missionarsstellung des Mannes

Der Mann hat zur Frau die Aufgabe des Missionars.

Aber anders als die Insulaner rechnet sie damit, daß er sie zu missionieren versuchen wird.

Sie weiß, sie müssen sich auf eine Religion einigen für die Kinder, aber wer sagt, daß es die seine sein muß!

Die Liebe sagt es, im Stadium der Verliebtheit, davor schon im Stadium der Zugeneigtheit.

Sie läßt sich nur von einem erfolgreich hofieren, der ihren Kriterien an Kultur, Ethik, Spiritualität und Frömmigkeit entspricht.

So weit sie es sich in ihrem Alter und bei ihrem Sex-Appeal und ihrer Klasse noch aussuchen kann.

Ihre Eitelkeit ist instinktprogrammiert, sie verkauft sich so teuer wie möglich, welchen Preis auch immer er ihr als gerechtfertigt abkauft.

Sie will sich zwar unterwerfen, nachgeben und sich hingeben und anvertrauen, aber nur, wenn er seine Überlegenheit bewiesen hat.

Für den Missionserfolg und für die Guru-Stellung braucht er Chuzpe und Geistesgegenwart und Selbstsicherheit ohne Ende.

 

Steter Tropfen höhlt den Stein

Dagegen muß er sich wappnen, in jedem Fall, auch mit der treuesten Gattin und vorbildlichsten und fortgeschrittensten spirituellen Schülerin.

Die Infragestellung seiner Autorität betreibt sie instinktiv, so wie Kinder sich immer wieder einmal durch provokanten Ungehorsam der Verläßlichkeit der Autorität der Eltern versichern.

Je nach Temperament greift sie mehr oder weniger auf Trotzanfälle, Schreianfälle, Wutausbrüche, Nervenzusammenbrüche oder Schwächeanfälle zurück, um die moralische Erpressung von schuldbewußtem und idealerweise reuigem Gehorsam mit der dramatischen Ausgestaltung der Opferrolle durchzukriegen.

Für ihn ist das Wasser auf die Mühlen seiner persönlichen männlichen Evolution.

 

Der intelligente Mann

Daher verzichtet der intelligente Mann auf jede Ausrede und läßt nichts unversucht, sein Zielobjekt für die Stellung der werten Frau Gattin und Mutter seiner Kinder und Großmutter seiner Enkelkinder von Anfang an und immer wieder für seine Ideale zu begeistern;

oder jedenfalls, ihre Ablenkmanöver nicht mitzumachen, sondern sie festzunageln, um sie zur Rechenschaft zu ziehen,

und sich um ihre Maulereien nicht zu scheren, sondern sie sich beim anderen Ohr wieder rausgehen zu lassen, wenn sie sich gerade dummstellt.

Die Kinder und Enkel werden es ihm unwillkürlich, oder manchmal auch bewußt gemacht, bis in die siebente Generation danken.

Die Mädchen wie die Buben.

 

Wie man eine Frau überzeugt?

Auf zwei Arten, authentisch und krampfig!

Beides funktioniert, Ersteres ist ökonomischer.

Man braucht nämlich gar nichts tun.

Es genügt, überzeugt und begeistert von einem Ideal oder einem Projekt der Idealverwirklichung zu sein und damit nicht hinter dem Berg zu halten.

Wer möchte einem begeisterten und unbeirrbaren Idealisten im Wege stehen?

Wer möchte einem zweifelnden und zaudernden Idealisten folgen?

Warum aber findet sie so gern ein Haar in der Suppe und einen Grund nach dem anderen, warum das Ganze doch nicht gehen wird?

Weil sie es ihrer instinktiven Ehre als Weib schuldet, keine Risiken freiwillig mitzutragen, die man nicht von ihr verlangen kann.

Zugleich aber auch, in jedem Fall am Ende sagen zu können: Ich hatte keine Wahl!

 

Die Frau ist die Krise des Mannes

Wenn einer das von vornherein weiß, braucht er sich nicht an den Kopf greifen und wundern, wenn sie regelmäßig spinnt und darauf besteht, sich wie ein kleines Kind aufführen zu dürfen.

Wenn einer das ernstnimmt, ist er dankbar für die Gelegenheiten, seine Standfestigkeit unter Beweis zu stellen, vor allem vor sich selbst, um seiner Selbstachtung willen.

Den Gegner, den sie umwerfen kann, nimmt sie nicht für voll.

Den versucht sie, durch einen Reifen nach dem anderen springen zu lassen.

Den macht sie bald zum Gespött der Umgebung.

Er hat also Grund genug, sich um seiner Ehre willen zu behaupten und durchzusetzen.

Aber die Würde ist tiefer, da weiß nur er, welche Miene er zu welchem Spiel gemacht hat.

Und das erkennt er oft erst viel, viel später.

So ist jede Frau eine Autoritätskrise für den Mann.

 

Der Adept der Souveränität

Mit jeder Verinnerlichung und Erweiterung seiner Souveränität steigt sein Autoritätsappeal.

So fressen ihm bald die jungen Mädchen aus der Hand und beflirten ihn schamlos.

So sind die selbsternannten Mädels, die den Ihrigen an der Leine führen, keinem Abenteuer abgeneigt.

Autor: Wer jetzt lieber schwul wird, höre: Auf der anderen Seite der Beziehungsgleichung sieht es noch schlimmer aus!

 

Der Mann ist das Schicksal der Frau

Überhaupt einer und dann dazu noch gerade der!

Um nichts macht man nicht ein abendländisches hysterisches Theater um die „Liebe“!

Die Frau weiß von Anfang an, daß er austauschbar ist.

Das erklärt ihre Ungeduld.

Aber wehe, der Mann erkennt ihre Austauschbarkeit! Dann ist Feuer am Dach des Hauses, das er für sie und mit ihr gebaut hat.

Sie müßte die nächste Kulturrevolution, die nächste Eroberung ihres Geistes mitmachen, noch einmal die ganze Mühe.

Und kann sie wirklich dem nächsten eine ideale Muse sein?

 

Wie sich zwei Krise und Schicksal ausreden

Er: Laß uns zusammen ängstlich sein!

Komm, sag schon Ja!

Sie: Mmmh, möglicherweise!

Du glaubst doch nicht, daß ich dieses Wort sage!

Er: Möglicherweise ist O.K.! Möglicherweise ist gut!

(Film: Der Ja-Sager. 2008. Hauptdarsteller: Jim Carrey; Regie: Peyton Reed)

 

Die Ungleichheit der Bedeutungsgewichte

Daß eine Krise kein Schicksal sein muß, aber ein Schicksal auch keine Krise, glaubt man besser beizeiten.

Der Mann überwindet den Verlust der Frau ohne Entwicklungsverzögerung, umgekehrt arretiert die Frau ihre psychologische und spirituelle Entwicklung, sobald sie den Mann verliert.

Aus Trotz.

Sie wird wohl gut genug sein, daß sie einer so nimmt und behält, wie sie ist!

Der Mann sucht früher oder später die Schuld bei sich und überwindet seine Schwäche für die nächste auf seinem Weg.

Der Unterschied kommt daher, daß der Mann mehr zu tun hat im Leben, als eine biologische und kulturelle eigene Sippe zu gründen.

Er – aufgrund seines Geschlechts – ist für das Wohl und das Heil seiner Sippenlinie aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft hinein verantwortlich, er kann nicht so tun, als wäre er der Anfang oder eine Insel.

Sie – aufgrund ihres Geschlechts – ist nur für das Wohl und Heil ihres Körpers und ihres Gemüts verantwortlich, und auch das nur in der Form der Verpflichtung zum konsequenten und engagierten Appellieren an die Schutz-, Versorgungs- und Führungspflichten des Mannes.

Sie zeichnet bloß für die Kooperation mit seinem Regime. Für ihre Loyalität.

Die Letztverantwortung für ihrer beider Sippe trägt er. Für seine Autorität.

So wie er zugleich und übergeordnet die intentional unteilbare ganze ethische und spirituelle Verantwortung für das Ganze seiner Lebenswelt trägt.

 

Das Frauenproblem der Moderne

Der Leib erzittert unter den groben Händen des Fremden, der keine Rücksicht nimmt bei der Durchsetzung seines Willens.

Der Geist muß sich erst herbeilassen, das zur Kenntnis zu nehmen.

Weil doch alle sagen, die Frau hat ein Menschenrecht auf Rücksicht seitens der Männer und aller ihrer Werke.

Und es werden doch nicht alle sagen, wenn man es nicht glauben soll.

 

_____________________

   Es kann das Wort auch als Stammelternkult-urbegründung verstanden werden.

 

Weiterempfehlen, wenn's empfehlenswert erscheint!