Basiswissen PaarEinsPsy Stufe 1

 

Er ist nie zu Hause – was tun?

 

 

Anleitung zum Experimentieren

Schritt 1: Lesen Sie die Theorie im Blogbeitrag „Er ist nie zu Hause“!

Schritt 2: Nehmen Sie die Konzepte als Arbeitshypothesen!

Schritt 3: Lesen Sie diesen Artikel hier!

Schritt 4: Tun Sie, was hier empfohlen wird!

Schritt 5: Überprüfen Sie die Ergebnisse des Experiments!

 

Die instinktbedingte Ordnungskraft der Elternschaft

Sobald Sie schwanger wird, beginnt er mehr zu arbeiten, zumindest regte sich der Antrieb, sich beruflich zu verbessern.

Sobald das erste Kind auf der Welt ist, arbeitet er mehr oder härter.

Je mehr Kinder, desto mehr und härter das Arbeiten.

Gottseidank, ist er so, denn sonst wäre er ein schlechter Vater.

Je nach Menschenbild und Lebensphilosophie geht es ihm dabei um das Einkommen für die Familie als Grundlage für die materielle und soziale Zukunft der Kinder, oder auch zusätzlich oder primär um deren seelische und geistige Entwicklungschancen.

Je schneller und höher sein Einkommen und/oder sein sozialer Status und/oder sein spiritueller Entwicklungsstatus steigen, desto besser werden es seine Kinder von Anfang an haben.

Einwand: Da hat aber sie auch noch ein Wörtchen mitzureden, nicht! Schließlich übt die Mutter gerade in den, fundamental die gesamte Persönlichkeitsentwicklung prägenden ersten Lebensmonaten und -jahren ihrer Kinder, den elementareren, unmittelbareren und zeitlich weitaus überwiegenden Einfluß aus!

Die Mutter vertritt den Vater mit, indem sie die Kinder in der gemeinsamen neuen Stammelternkultur aufzieht, wenn sie die weibliche Seite der Elternpflichten erfüllt.

Nur die pflichtvergessene, egozentrisch arrogante Frau versteht sich als Konkurrentin des Mannes in der familiären Kulturbegründung und Kulturentwicklung. Nur die pflichtvergessene Mutter versteht sich als Rivalin des Vaters um die Freude an den Kindern und um deren Gunst und Loyalität.

Einwand: Klar und schön in der Theorie, aber eine Überforderung für die Frau von heute, die berufstätige Teilzeitmutter im Konsumkapitalismus!

Eine Forderung und eine Anforderung, die über das vom Fernsehen sozialisierte Qualifikationsprofil für die Position der von Karriere und Life-Work-Balance phantasierenden Ehefrau und Mutter hinausgeht, ganz eindeutig. Aber keine Überforderung für die Frau.

Wie die Kulturgeschichte belegt, können die Frauen ihre Pflichten als Ehefrau und Mutter unter allen nur vorstellbaren materiellen und sozialen und kulturellen Bedingungen erfolgreich und sogar vorbildlich erfüllen, das heißt die Kinder zu anständigen und vernünftigen Menschen erziehen, die ein evolutionärer Gewinn für die Sippe, den Stamm, die Nation oder die Menschheit überhaupt sind.

 

Was zu tun ist

Sich den Alltag mit den Kindern während der Abwesenheit des Vaters von Anfang an so organisieren, daß man am Abend zufrieden und mit Vorfreude auf den Morgen zur Ruhe geht.

Das instinktive Urmodell dafür ist die tratschende und lachende Frauengruppe bei den gemeinsamen Arbeiten, mit den Kindern am Rücken oder auf der Hüfte oder neben sich im Gras oder auf einer Decke, eben in Griff-, Sicht- oder Hörweite, je nach Alter und Umgebung.

Das instinktwidrige Organisationsmodell ist die Mutter, den halben oder ganzen Tag allein mit ihrem Kind.

Daher die notorische Klage: Mir fällt die Decke auf den Kopf! Oder: Ich komme mir reduziert vor auf ein Muttertier! Nicht einmal aufs Klo kann ich mehr allein gehen!

Daher die notorische Überforderung, mit dem Kind oder den Kindern fertig zu werden, ohne am Abend erschöpft und gereizt nur mehr seine Ruhe haben zu wollen und zu nichts mehr Lust zu verspüren.

Das instinktwidrige Beziehungsmodell, daß das Kind, jedenfalls solange es klein ist, im Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit stehen soll, und die Befriedigung seiner Bedürfnisse ihre Hauptbeschäftigung wäre, ist für die beklagte Persönlichkeitsreduktion verantwortlich.

Die Natur von Kind und Mutter kommt damit aus, daß das Kind im Hintergrund ihrer Aufmerksamkeit ist, während sie ihre alltäglichen Verrichtungen und Aufgaben im sozialen Gesamtgefüge erledigt.

Die Kinder laufen natürlicherweise mit im Frauenalltag, ihre Anwesenheit und ihre Bedürfnisse werden organisatorisch berücksichtigt, aber sie bestimmen die Arbeiten und Tätigkeiten nicht.

Ihr Wohl und Wehe ist allerdings immer dann im absoluten Zentrum der mütterlichen Aufmerksamkeit, wenn es konkret aktuell notwendig ist.

Davor und danach ist die Mutter oder sind die anderen Frauen in der Runde nur in Bereitschaftshaltung und Bereitschaftsdienst für die eigenen Kinder und die der anderen.

Einwand: O.K., schon klar, die Steinzeitsippe! Aber was sollen wir Heutigen tun?

Antwort: Eben das oben Beschriebene!

 

Eine sozial-organisatorische Improvisation

Die Politik braucht ewig, darauf können die Kinder und die Mütter nicht warten.

So wie seit den 70ern des 20. Jahrhunderts private Kindergruppen und private Schulen organisiert worden sind, können auch private Mütter-und-Kinder-Runden oder Frauen-und-Kinder-Gruppen auf die Beine gestellt werden.

Der längere Horizont wäre eine ökonomische und politische Gesamtorganisation, in der Frauenarbeit und Männerarbeit nach den instinktgegründeten familiären und elterlichen Bedürfnissen ausgerichtet organisiert werden, statt nach den Interessen der kapitalistischen Verwertbarkeit des Produktions- und Konsumptionsfaktors Mensch.

 

 

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