StundenglasBild: „Stundenglas“
(Foto: Eddie Garcia auf https://unsplash.com/photos/HvH58Dqy3Pc)

Drei saure Äpfel –

zum Quadrat und zur Dritten

 

Sie tun mir ja leid, jeder tut mir leid, ich mir selber auch im Fall des Falles – aber es hilft nichts, der saure Apfel heißt Geduld! Es sind sogar drei der Sorte sauer: Geduld am Anfang, Geduld in der Mitte und Geduld am Ende.

 

 

Hausnummern, aber doch!

Unerbaulich, fürwahr: Geduld, Geduld und noch einmal Geduld?

Zum Beispiel:

Drei Monate („sind auf einem Weg“), sechs Monate („es geht voran“) und neun („es ist einiges erreicht“) Monate – als Hausnummern, aber doch, und zur Beschwichtigung!

Für Anfänger in der Kunst ber bewußten Selbstuntersuchung und Selbstveränderung klingt das schon grenzwertig. Was, wenn so jemand unvorbereitet gesagt kriegte: drei Monate oder drei mal drei Monate oder (sogar) drei mal drei mal drei Monate?

In der Not und am Rande des Nervenzusammenbruchs klingt das wie eine halbe Ewigkeit, wenn nicht wie eine ganze.

Noch eine Hausnummer:

für jedes Jahr der Probleme und der Zeit, wo Sie hofften, sie werden sich schon wieder von allein geben oder es wird Ihnen schon gelingen, sie aus der Welt zu schaffen, das wäre doch gelacht, können Sie ein Monat Therapie veranschlagen, aber erst gerechnet ab dem Zeitpunkt, wo Sie aufhören, sich zu zieren hinsichtlich der langsam offensichtlich werdenden Notwendigkeit, in einen sauren Apfel nach dem anderen zu beißen.

Sechs bis sieben Jahre warten die Paare im Durchschnitt, bis sie in Therapie gehen, haben Untersuchungen ergeben.

Die dritte Hausnummernübung:

für jedes Jahr Hinauszögern kann man einen Monat veranschlagen:

des sich mehr oder weniger Sträubens, allen Ernstes die Säure der Äpfel in Kauf zu nehmen; in anderen Worten, das sich Zieren Grad um Grad fahren zu lassen und mit einer gewissen stoischen Todesverachtung zuzubeißen –

in den jeweiligen Apfel, statt bissig gegenüber dem Partner, gegenüber dem Therapeuten und (durchaus auch) gegenüber sich selbst, sowieso gegenüber der Welt, dem Schicksal, den Sternen und den Göttern zu reagieren, wenn es schon wieder einmal so ausschaut, als hätte man sich verrechnet, sich geirrt, sich was vorgemacht oder was eingeredet und wäre trotzig und bockig gegenüber den Erfahrungen, daß es nichts bringt, verbissen dabei geblieben.

Auf Teufel komm‘ raus, auf Biegen oder Brechen, mit Tunnelblick und dazu durch in allen möglichen Farben getönten Brillen, von „50 Shades of Pink“ bis zu „50 Shades of Grey“.

Unterm Strich – und besser, ich male Ihnen den Teufel an die Wand, als ich wiege Sie in erbaulicher Bestätigung, es geht ritsch-ratsch und „Abrakadabra“ – zack-bumm! So können Sie höchstens positiv überrascht und angenehm enttäuscht sein, wenn’s vergleichsweise flott und zügig verläuft. Was ja auch vorkommt, ab und zu. – So düster sind die Aussichten auch wieder nicht (!):

 

Drei Monate Paartherapie pro Problemjahr

Also, unterm Strich kommen wir bei unserer Hausnummernrechnung auf:

ein Monat pro Problemjahr für das Aufweichen des Starrsinns, man hätte es nicht nötig, sich selber durch die Lupe zu betrachten und sich selber zu allen möglichen unbequemen Sichtweisen und Konsequenzen durchzuringen,

dann ein Monat pro Problemjahr für das tatsächliche Durchringen über die anstrengenden (wenn auch abenteuerlichen) Methoden Versuch und Irrtum und zwei Schritte vorwärts, einer zurück,

(- die Intermezzi von einem Schritt vorwärts und zwei zurück lasse ich sicherheitshalber unerwähnt, sonst wird die Entmutigung zu krass -)

dann – und jetzt wird es Ihnen beim ersten Lesen wahrscheinlich tendenziell zu bunt – noch einmal ein Monat pro Problemjahr zum Eingewöhnen und Absichern des neuen Verstehens und Verhaltens aus der Durchringphase;

was zusammengezählt drei Monate Paartherapiedauer pro Problemjahr ergibt.

Das sind (bei den relativ schnell zur Therapie kommenden Paaren) zum Beispiel für drei Jahre Problemdauer: neun Monate Paartherapie.

Beim erwähnten statistischen Durchschnittspaar mit sechs bis sieben Jahren Abwartefrist: achtzehn bis einundzwanzig Monate Paartherapie.

Und was, wenn ein Paar schon seit zehn oder fünfzehn Jahren Geduld mit seinen Problemen gehabt hatte?

Im hier gepflegten flachsig schnoddrigen Umgangston könnte man sagen: Das ist auch schon wurst! Ob sieben, zehn oder siebzehn Jahre macht keinen Unterschied mehr.

 

Erschwernisse

Um das Maß des etwaigen Ernüchterungsschocks voll zu machen:

Paare mit Kindern haben es schwerer, weil die ganze Familie sich unbewußt so arrangiert hat, daß das Paar seinen Beziehungsproblemen nicht ungeschminkt und ungeschützt ins Auge schauen brauchte, die Kinder aus Liebe und Fürsorge für die Eltern und zugleich aus Angst vor einem drohenden Zerbrechen der Familie.

Paare, wo einer mit Abhängigkeit bzw. Sucht unterwegs ist, haben es ebenfalls schwerer, denn metaphorisch gesprochen ist es eine Dreierbeziehung und daher verwickelter und komplizierter als eine Zweierbeziehung.

Wobei hinzuzufügen ist, daß der alte Begriff „Zuckersucht“ für das moderne „Diabetes“ nicht umsonst existiert.

 

Naseweis oder weise?

Wenn jemand drei, sieben oder siebzehn Jahre geduldig hinnehmen konnte, daß die Probleme ungelöst blieben, dann hat er sich bewiesen, daß er genau so viel Geduld aufbringen kann, wie ihm notwendig oder richtig erscheint.

Wenn er nun die Formel der drei Monate Paartherapiedauer pro Problemgeduldsjahr als notwendig und richtig (weil sich das Ziel zu erreichen auszahlt) beurteilt, kann er sich zu Recht sagen:

„Wenn ich so lange Zeit die Geduld aufbringen konnte, die Probleme zu ertragen, dann kann ich das Viertel davon für deren Auflösung mit Links aktivieren!“

 

Die Kuhhautfrage

Depressive Kuh

Wenn ich Ihnen jetzt zum Abschluß als Draufgabe eröffnete, daß die Paare normalerweise die Problemdauer weit unterschätzen, weil man sich doch in den Spiegel schauen können will; oder auch weit überschätzen, damit der andere, der immer als der Haupt- oder Alleinschuldige erscheint, ein gehörig schlechtes Gewissen hat und sich daraus endlich zusammenreißt, stellte sich die Frage, ob die in Aussicht zu nehmende Portion Geduld noch auf irgendeine Kuhhaut ginge.

Das könnte man zum Beispiel damit lösen, daß man sich unterstellt, man würde mit der rückblickend festgestellten Ewigkeit der Probleme aus der Not der Gegenwart sicherlich ziemlich übertreiben, und daher eine prähistorisch megafaunische Riesenrinderrasse bei nüchterner Betrachtung für die ausreichende Hautgröße gar nicht notwendig ist.

Na ja, wenn Sie meinen!

 

 

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Vorsicht, enthält didaktischen Humor!

 

 

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Kurz und bündig, aber nicht humorlos!

 

So gehen Sie es praktisch an:

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Sie haben sich durchgerungen und sind entschlossen auf der Suche nach Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung?

Gut!  – Bevor Sie anrufen, schauen Sie sich bitte auf dieser Seite die Videos „Was Sie bei mir erwartet“ an!

Dabei haben Sie die Wahl, wie Sie sich einen ersten Eindruck von mir und meiner Arbeitsweise verschaffen möchten:

Die Serie der ersten drei Videos ist mit einer hoffentlich unterhaltsamen Dosis ironischen Humors gewürzt, das vierte Video „Was Sie bei mir erwartet (kurz und bündig)“ darunter ist nüchtern, wenn auch nicht unbedingt humorlos oder staubtrocken.

Und lesen Sie sich bitte auf jeden Fall zumindest die Seite „Ihr Weg zur ersten Sitzung“ durch! Damit organisatorisch alles klar und voraussehbar ist.

Aber … der andere will/kann nicht mitkommen oder hält nichts davon?

Kein Problem! – Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung im Alleingang ist eine bewährte Methode. Kurz und vereinfacht gesagt: So wie einer allein die Beziehung verderben und sogar scheitern lassen kann, kann er sie auch zum Guten wenden. Lassen Sie sich hier motivieren: „Einspännig im Wilden Westen“!

Aber … Sie sind sich nicht sicher, ob überhaupt Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung das Richtige für Sie ist?

So geht es naturgemäß vielen! – Die Frage läßt sich seriöserweise nur in einem persönlichen Gespräch abklären. Als Tipp: Abwarten ist so gut wie nie eine gute Idee.

Sie halten nach Anregungen, Tipps und Einsichten Ausschau, wie Sie Ihre Beziehung verbessern können?

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