Drei Gleichheiten und eine Ungleichheit der Nächstenliebe

 

Die erste Gleichheit: Jeder Mensch ist gleich an Würde geboren.

Die zweite Gleichheit: Jeder ist in der gleichen Pflicht geboren, die Würde aller anderen anzuerkennen.

Dritte Gleichheit: Jeder ist gleich im Recht geboren, von allen anderen in seiner Würde anerkannt zu werden.

Eine Ungleichheit: Je näher einem die anderen biologisch und lebensorganisatorisch stehen, desto strikter sind die Kriterien des besten Wissens und Gewissens, an die man sich in Beachtung der zweiten Gleichheit und in der Forderung nach der Beachtung der dritten Gleichheit halten muß.

Eine Grundregel: die Striktheit der verpflichtenden Kriterien nach Gleichheit zwei und Gleichheit drei ist zwar philosophisch moralisch unabhängig, aber biologisch-moralisch abhängig vom als gerecht erachteten Quid-pro-quo.

Als Gebot für das Erlangen des Himmelreichs eignet sich nur das Befolgen des besten Wissens und Gewissens jenseits von Quid-pro-quo. Zumindest beim Homo Sapiens, der eben als seine Spezies kennzeichnende Eigenart das von Bedingungen unabhängige Denken und Urteilen pflegt.

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