Digitalist vs. Analogikerin

Bild: „Digitalist vs. Analogikerin“

Gegensätze ziehen sich an, sagt der Volksmund.

Und solange sie sich anziehen, ziehen sie sich auch aus.

Und ziehen zusammen.

Und ziehen aneinander, und ziehen einander wohin und lassen sich wohin ziehen.

Und wenn sie das geraume Zeit getan haben, sagen Sie, wir haben eine Beziehung.

Aber irgendwann denkt sich einer, wie komm‘ ich eigentlich dazu.

Ich seh‘ nicht ein, daß ich mich ständig in sinnlose und fruchtlose Streitereien hineinziehen lassen soll, denkt er.

Ich halt‘ s nicht mehr aus, daß er sich nicht auf mich einlassen will, denkt sie.

Und dann ist es nur mehr eine Frage der Zeit, bis einer das Handtuch wirft.

Dann, wenn auch alle Vorwürfe nichts genutzt haben.

So wird aus der Beziehung eine Bewerfung und aus der Hingabe ein Hinwerfen.

Sie ist beziehungsunfähig, hat sich herausgestellt, weil es ihr an der emotionalen Kontrolle fehlt.

Er ist beziehungsunfähig, hat sie leider erkennen müssen, weil er sich auf eine Partnerschaft auf Augenhöhe nicht einlassen will.

 

Der bessere Partner oder die bessere Methode

Das nächste Mal bin ich nicht so dumm, denken Sie sich beide.

Aber dann macht die Liebe blind wie immer, und mit dem nächsten Partner spielt sich das Gleiche in Grün ab.

Nur daß es nicht so lang dauert.

Gott sei Dank ist der Fortschritt in der Robotik nicht aufzuhalten, und schon jetzt gibt es in Japan Humanoide, denen nichts Menschliches mehr fremd ist.

Die kann man dann abschalten, wenn sie einem auf die Nerven gehen, oder nach den eigenen Präferenzen umprogrammieren lassen.

Bis dahin bleibt guter Rat teuer.

Manche holen sich ihn auch heute schon, und manchmal ist er nicht nur teuer sondern auch brauchbar.

Ob er brauchbar ist oder nicht, erkennt man dummerweise erst dann, wenn man ihn eine zeitlang nach bestem Wissen und Gewissen befolgt hat.

Die erste Hürde dafür ist, daß einem der brauchbare Rat gegen den Strich geht.

Da kann man nichts machen, das liegt in der Natur der Sache.

Jeder hat die geheime oder nicht so geheime Hoffnung, dass sie schließlich nur darum geht, die richtigen Tipps zu kriegen, die man dann umsetzt, und die Quälerei hat ein Ende.

Das stimmt sogar. Allerdings mit der Einschränkung, dass das Umsetzen der Tipps alles andere als ein Honigschlecken ist, entweder gleich am Anfang schon oder immer wieder im Lauf der Zeit.

Wie in der Schule oder im Studium, die Hausaufgaben, die Schularbeiten, die Prüfungen, die Seminararbeiten, die Hausarbeit oder die Dissertation, das alles hat man nur dadurch bewältigt, weil einem der Abschluss und die Möglichkeiten daraus die Anstrengung und die Selbstdisziplin wert war.

Andererseits gibt es auch die ganze Zeit über die Erfolge, die Triumphe, die Befriedigung, etwas zu verstehen und zu beherrschen was einem ursprünglich unbegreiflich und unbewältigbar erschienen ist.

Der Strich, gegen den es in der Verbesserung der Paarbeziehung geht, ist ein mehrschichtiger.

An der Oberfläche der, den der Zeitgeist einem gebürstet hat; darunter der aus den familiären Erfahrungen als Kind und Jugendlicher; und noch tiefer der, den man der Natur verdankt bzw. der Evolution, die es nicht mit Menschen zu tun hat, wie es die Philosophie vorzieht, sondern nur mit Buben und Mädchen, die zu Männern und Frauen werden und als solche miteinander erfolgreich sein sollen.

Wenn der Zeitgeist mitliest, kriegt er schon jetzt einen mittleren Tobsuchtsanfall.

Das kann man ihm nicht ersparen, daran ist er selber schuld.

Er könnte sich ja ein bißchen sozialpsychologisch bilden und unter anderem zur Kenntnis nehmen, dass unsere angeblichen Erzfeinde, die Klischees und Vorurteile und Stereotype, die besten Hypothesen darstellen, welche im Rahmen der wissenschaftlichen Forschung in der Sozialpsychologie zu finden sind.

Der rationalisierende Mann (der oben so bezeichnete Digitalist) und die emotionalisierende Frau (die oben so bezeichnete Analogikerin) sind aufgrund ihrer Geschlechtspersönlichkeit so gestrickt, unabhängig davon, was sie zusätzlich aus der individuellen Biografie und der jeweiligen Kultur an zusätzlichen Strickmustern und Variationen mitgekriegt haben.

Was Biografie und Kultur (Zeitgeist) in ihrer Verschränktheit den Männern und den Frauen heute überflüssig schwer machen, ist die Kenntnisnahme dieser geschlechtsspezifischen Eigenheiten, die zugleich komplementäre Pole darstellen, als die natürlichste Sache von der Welt, mit der gut zurechtzukommen daher ebenso natürlich und selbstverständlich möglich ist.

Der von den Mystifikationen seiner Biografie und des Zeitgeistes noch nicht emanzipierte Mann mißdeutet die irrationalen emotionalen Appelle der Frau als Mißachtung seines Verstandes und seines moralischen Idealismus und fühlt sich daraus genötigt, diese gegen ihre Attacken zu behaupten.

Die gleichermaßen nicht emanzipierte Frau deutet seine penetrante Berufung auf Verstand und Anstand als Anmaßung und Überheblichkeit, als Verweigerung von Verständnis dafür, wie es ihr geht, woraus ihr ihrerseits nichts anderes übrigbleibt, als um ihr Menschenrecht auf Akzeptanz und Empathie zu kämpfen.

Und wenn sie nicht gestorben, so kämpfen sie noch heute. Egal mit wem und mit welchen Mitteln.

In dem Moment, wo der Mann ihre Ausfälle, Anfälle und Ausbrüche nicht mehr persönlich nimmt, obwohl sie oft geradezu diabolisch perfekt und präzise auf seine höchstpersönlichen Empfindlichkeiten, Schwächen und Unsicherheiten zielen, hat er keinen Anlaß mehr, um seine Würde und Ehre zu kämpfen, und kann sich davon unbeschwert darauf einstellen, was sie jeweils braucht, um runterzukommen, sich einzuklinken und wieder verträglich zu sein.

„Oje, die Arme ist so frustriert, daß sie sich unbedingt und ohne Rücksicht auf Verluste jetzt gleich sofort Luft machen muß, sonst glaubt sie, sie erstickt oder zerplatzt vor lauter ohnmächtiger Empörung!“

In so einem Augenblick geht es ihr wie einem überforderten Kind, und so wie man den Trotz, den Zorn, die Jammerei oder die provokante Sekkiererei eines Kindes nicht mit vernünftigen Belehrungen beantwortet sondern mit Zuwendung, Aufmerksamkeit, Trost und Beruhigung, so macht man es auch mit ihr, egal wie alt sie ist.

Die Klage des Mannes, wenn er diese Erklärungen und Tipps präsentiert erhält, ist dann beinahe unweigerlich, „Ja gut, aber ich sehe nicht ein, warum ich mich am laufenden Band so etwas aussetzen soll!“

Darauf ist einerseits zu antworten, daß der Widerwillen dagegen aus der bisherigen Überforderung und dem regelmäßig gescheiterten Versuch, einen endlosen Streit zu vermeiden, stammt; andererseits, daß die mit der Zeit sich steigernde Häufigkeit und Intensität ihrer Provokationen daraus motiviert sind, daß er ihr die Reaktion, die ihr helfen würde, eben verweigert hat und mit der Zeit immer ungeduldiger und genervter auf ihre irrationalen emotionalen Appelle reagiert hat.

Also probiert sie es noch entschiedener und konsequenter.

Wenn sie allerdings eine zeitlang erlebt, daß sich der Wind gedreht hat, und sie sich neunzig Prozent des Theaters sparen kann, weil er sie gleich im Ansatz ernstnimmt, anhört und tröstet, dann kommt er auch entsprechend seltener in die Situation, die er außerdem jetzt befriedigend handhaben kann.

Weitere „Finessen“ des Umgangs mit der weiblichen Hysterie (von der man dem Zeitgeist zuliebe allerdings nicht mit diesem Begriff reden sollte) sind selbstverständlich möglich und angebracht, aber die bisher angeführten Tipps für den Mann von heute sind als Erste Hilfe für das Paar schon Gold wert.

 

 

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Vorsicht, enthält didaktischen Humor!

 

 

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Kurz und bündig, aber nicht humorlos!

 

So gehen Sie es praktisch an:

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Sie haben sich durchgerungen und sind entschlossen auf der Suche nach Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung?

Gut!  – Bevor Sie anrufen, schauen Sie sich bitte auf dieser Seite die Videos „Was Sie bei mir erwartet“ an!

Dabei haben Sie die Wahl, wie Sie sich einen ersten Eindruck von mir und meiner Arbeitsweise verschaffen möchten:

Die Serie der ersten drei Videos ist mit einer hoffentlich unterhaltsamen Dosis ironischen Humors gewürzt, das vierte Video „Was Sie bei mir erwartet (kurz und bündig)“ darunter ist nüchtern, wenn auch nicht unbedingt humorlos oder staubtrocken.

Und lesen Sie sich bitte auf jeden Fall zumindest die Seite „Ihr Weg zur ersten Sitzung“ durch! Damit organisatorisch alles klar und voraussehbar ist.
 

Aber … der andere will/kann nicht mitkommen oder hält nichts davon?

Kein Problem! – Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung im Alleingang ist eine bewährte Methode. Kurz und vereinfacht gesagt: So wie einer allein die Beziehung verderben und sogar scheitern lassen kann, kann er sie auch zum Guten wenden. Lassen Sie sich hier motivieren: „Einspännig im Wilden Westen“!

Aber … Sie sind sich nicht sicher, ob überhaupt Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung das Richtige für Sie ist?

So geht es naturgemäß vielen! – Die Frage läßt sich seriöserweise nur in einem persönlichen Gespräch abklären. Als Tipp: Abwarten ist so gut wie nie eine gute Idee.

Sie halten nach Anregungen, Tipps und Einsichten Ausschau, wie Sie Ihre Beziehung verbessern können?

Das trifft sich 😉 – Die Artikel und Beiträge auf diesen Seiten sind genau dafür gedacht. Tragen Sie sich in das Formular für den Newsletter ein und Sie werden über neue Beiträge informiert!

– Damit Sie sich leichter daran erinnern, sich in guten wie in schlechten Zeiten in der schwierigen Kunst der Liebe zu üben.

 

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