Die männliche Autorität ist

die Autorität des Männlichen

 

Na fein! Und das soll uns was sagen, außer „Klingt das nicht provokant? Irgendwie?“?

Absolut, das sagt das Entscheidende.

Der Penis ist die erste objektive und symbolische Identifizierung des männlichen Geschlechts.

Der Phallus ist die gebührende mystische und mythische Allegorie des männlichen Charismas.

Die Leibverächter im Abendland haben ihn durch das Kreuz ersetzt, die Leibveredler des Morgenlandes haben ihn verteidigt gegen das unchristliche wie unjüdische Kirchenchristentum.

Von der Sache her, dem Stück Fleisch, das nur dann dem Fortschritt nützt, wenn es sich aufrichtet und über sich hinauswächst.

Und außerdem einer sich die Mühe macht, es durch die nachgiebige Pforte in den engen Gang zur nächsten inneren Schleuse zu dirigieren, und dabei darauf achtet, daß ihn das Spiel genügend reizt, bis die Geduld verloren ist und das Schöpferwort ausgesprochen.

High tech Physis, hochsensibel, extrem beeinflußbar, von bio- bis zu physio- und über die psychologischen vermittelt von interaktionalen, sozialen und politischen Faktoren.

Sie hat ihm nichts entgegenzusetzen als überwindbaren Widerstand.

Körperlich und seelisch. Und Geistig. Gemeinsamer Nenner: Im Willen.

In der Kraft, der Ausdauer, der Konzentration. Des Willens, das Ziel zu erreichen.

So ist der richtige Mann nicht der, der ihr befiehlt, sondern der sie von der Richtigkeit und Notwendigkeit und Einmaligkeit und Großartigkeit seiner Projekte überzeugt.

Durch seine Überzeugtheit.

Von der ihn nichts und niemand, nicht einmal sie, abbringen kann.

 

Verstehe, die Autorität des Männlichen ist der Sturschädel! Na gut, den Verdacht hatte ich wenigstens schon! Die Rechthaberei, die Starrsinnigkeit und Engstirnigkeit. – Du meine Güte! Beten wir: „Alle Macht den Frauen!“

 

Nach dieser charmanten Auflockerung weiter im Text!

Unterm Strich kann er sie auch vergewaltigen, körperlich, emotional, kognitiv und volitional vor allem.

Aber das ist nur punktuell reizvoll für die beiden, im Wesentlichen nur als schaurig-schöne Hintergrunderregung und überpersönliche archaische Mahnung.

Daher spielen sie die ganze Bandbreite von der allersüßesten, herzigen Verführung bis zum abgefeimten Duell über alle Runden bis Level „n“, wer ist der Stärkere.

Genauer gesagt, wer überzeugt das fiktive oder auch reale Publikum gründlicher von seiner Überlegenheit oder Unterlegenheit.

Im freundlichen Spiel muß einer glaubwürdig demonstrieren, daß auf seine Entschlossenheit mehr Verlaß ist als auf ihre.

Im unfreundlichen Spiel muß einer geduldig durch eine Reihe von – wären sie involviert präsentiert und angegangen, erniedrigenden, beschämenden, entwürdigenden und unzumutbaren – Reifen springen, bis ihr es reicht als Vorleistung und Beweis von gutem Willen, es ihr jedenfalls Recht zu machen, dafür, daß sie nachgibt und ihm zugesteht, daß er eine gute und richtige Idee hat, die einer etwaigen ihrigen vorzuziehen ist.

Das unfreundliche Spiel ist die verdeckte und pervertierte Erotik.

Das freundliche Autoritäts-und-Rebellions-Spiel ist Eros pur.

Alle Züge sind ihr in einer gönnerhaft zugestandenen Narrenfreiheit erlaubt, jede Finte, Täuschung, Ablenkung ist für ihn eine den Ehrgeiz beflügelnde Anstachelung, ihr Paroli zu bieten und sie dem Schach und Schachmatt näher zu bringen.

Man nennt es auch Flirten oder den Hof Machen oder Umwerben. Ihr solange nachlaufen und sie mit allen Mitteln bedrängen, bis sie ihm endlich ihre Gunst schenkt, weil sie seinem Charme erliegt und den Widerstand aufgibt.

Der Jäger und die Beute, die panisch flüchtet und zugleich insgeheim inbrünstig hofft, er würde sie nur noch entschlossener verfolgen.

„Jetzt gehöre ich dir ganz, für immer!“

Die fauchende Leopardin schmiegt sich wie ein süßes kleines Kätzchen an seine Beine.

Die Zähmung gelingt nur, wenn das Raubtier ahnt, daß der Dompteur einen Entscheidungskampf um den Vorrang gewinnen würde.

Und hält nur so lange, wie der Dompteur an seine Überlegenheit glaubt, und sich daher gelassen und selbstsicher in die Arena begibt.

 

Die komplementäre Dynamik

Ihre Loyalität ist die von selbst entstehende Antwort auf seine Autorität.

Seine Autorität ist seine enthusiastische Antwort auf den Appell ihrer Loyalität.

 

Im Blick auf die persönliche Evolution

Seine Souveränität inspiriert sie zu ihrer Hingabe.

Ihre Hingabe inspiriert ihn zu seiner Souveränität.

 

Um Gendereifesüchteleien den Wind aus den Segeln zu nehmen

Es gilt: Die weibliche Loyalität ist die Loyalität des Weiblichen.

 

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