Bild: „Geist des Jammers“

Die Kunst des Jammerns

Jammern hat einen schlechten Ruf bei den Angejammerten und bei denen, die sich kritisch beurteilen.

Wer sich für das Jammern schämt, ist in Gefahr, das Jammern mit dem Meta-Jammern zu rechtfertigen.

„Warum hör‘ ich nicht auf mit dem Jammern!“

Das Anjammern ist eins, es ziemt sich für die kleinen Kinder und die Frauen, die ausprobieren, wie weit sie damit bei den Männern und der Geselllschaft kommen.

Es ziemt sich nicht bei den Erwachsenen gegenüber den Kindern und nicht bei den Männern gegenüber den Frauen.

Daß es sich schon gar nicht bei den Männern gegenüber Männern ziemt, braucht man nicht zu erwähnen, weil es jedem klar ist.

Das sich selbst Anjammern, das vor sich hin Jammern, zugleich das Anjammern Gottes, des Himmels, der Welt und des Lebens, ist das andere.

Es geht einem mit der Zeit selber auf die Nerven, und das zu Recht.

Aber davor erfüllt es einen selten beachteten Zweck: Man macht sich selbst klar, was der Unterschied zwischen Ideal und Realität ist. Man vergewissert sich der Gültigkeit seiner Ideale und Strebungen und seines Urteils über den Fortschritt in der Verwirklichung und Verfolgung dieser, zugleich seiner Hoffnungen für die Welt im Vergleich zu ihrem Zustand.

Die Kunst besteht darin, sich von der Eigendynamik des Jammerns nicht allzusehr forttragen zu lassen, weil man sonst in der kindischen Trotzhaltung und in der resignierenden Verbitterung endet.

Die Kunst besteht darin, sich beizeiten einzubremsen oder sich zumindest im Nachhinein von der entwürdigenden und schwächenden, schalen Nachwirkung wieder zu befreien.

Das Jammern von Frauen gegenüber Frauen ist von einer zeremoniellen oder rituellen Qualität, die Frauen untereinander verstehen und entsprechend unverfroren und unbeeindruckt taktisch und strategisch einsetzen und beantworten.

Wenn der Mann bei sich ist, kann die Frau ihn ungefährdet anjammern, weil er das Spiel nur soweit mitspielt, wie es ihm gefällt.

Weil aber heute fast kein Mann ausreichend bei sich ist, daß er sich vom steten Jammertropfen nicht aushöhlen läßt, und zugleich fast keine Frau derart klug ist, daß sie weiß, sie muß darauf achten, was sie längerfristig mit dem Jammern bei ihm anrichtet, scheitern so viele Beziehungen im Privaten und alle öffentlichen zwischen den Geschlechtern an der blinden Ausnutzung des kurzzeitigen Erfolgs des Jammerns des Weiblichen gegenüber dem Männlichen.

Wer bewußt bemerkt, daß er sich selbst auf die Nerven geht und sich selbst schwächt, wenn er sich ins Jammern über Gebühr gehen läßt, hat die Voraussetzung, auch das zwischenmenschliche Jammern auf die Effekte der Irritation und Schwächung zu untersuchen.

Für Frauen bedeutet daß, daß sie unterscheiden zwischen dem Entlastungseffekt für sich selbst und dem Belastungseffekt für den Mann, und sich deutlich werden lassen, daß sie für beide die Verantwortung tragen, sprich, sie brauchen sich nicht wundern, wenn der Mann irgendwann genug von íhnen hat.

Für Männer bedeutet es, daß sie zumindest den Irritations- und Schwächungseffekt für sich selbst beachten, der unweigerlich eintritt, wenn sie sich aus vermeintlicher Ritterlichkeit über Gebühr anjammern lassen, und vor allem, daß sie zur Kenntnis nehmen, daß ihnen – wie es kitschig heißt – die Liebe zur jammernden Frau langsam aber sicher verloren geht, wenn sie sie beim Jammern nicht rechtzeitig einbremsen.

Als Fleißaufgabe kann sich der Mann dazu aufraffen, zu kapieren, daß die Frau ihn erstens deswegen anjammert, weil sie das entlastet, und zweitens, um sich damit seine Dienste zu verschaffen, und daß sie unbewußt damit rechnet, daß er ihr schon Einhalt gebieten wird, wenn es ihm zu viel wird. Was im Gegenzug bedeutet, daß sie davon ausgeht, er findet es in Ordnung, solange er es sich gefallen läßt.

Die Kunst des Jammerns ist daher keine überflüssige Disziplin, kein psychologischer Luxus, den man sich leisten kann oder auch nicht, sondern gehört zum Kunsthandwerk des täglichen Lebens mit sich selbst und vor allem miteinander.

 

 

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Vorsicht, enthält didaktischen Humor!

 

 

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Kurz und bündig, aber nicht humorlos!

 

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Dabei haben Sie die Wahl, wie Sie sich einen ersten Eindruck von mir und meiner Arbeitsweise verschaffen möchten:

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Und lesen Sie sich bitte auf jeden Fall zumindest die Seite „Ihr Weg zur ersten Sitzung“ durch! Damit organisatorisch alles klar und voraussehbar ist.
 

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