Der bewunderte Mann

 

Der bewunderte Mann ist derjenige, der sich gar nicht darum kümmert, ob ihn jemand bewundert oder kritisiert, weil er nicht ausgezogen ist für so etwas Unbedeutendes.

Der eben ausgezogen ist, immer schon auf Expedition war; ins wahre und reine Land, wo nichts falsch und gefälscht ist, und alles, mit Enthusiasmus zum Besten und Idealen befreit, seinen Durchbruch in die Lebenssphäre findet.

Er ist einer der Baumeister der besten möglichen Welt, was würde sich sonst auszahlen!

Und weil er das Falsche und Gefälschte nicht akzeptiert, baut er nur, was er auf Herz und Nieren der Errichtbarkeit würdig beurteilt hat – vor Gott und der Welt.

Er verlangt von seinem Denken, daß es jeder Vernunft und Moral standhält, von seinem Handeln die Treue zum Denken.

Sein Ideal ist Prinz Eisenherz, jeder Ritter ohne Furcht und Tadel. In all der glorreichen Naivität der Jugend, tapfer auf sich nehmend, was ihm von der Falschheit der Welt an Prüfungen auferlegt wird. Nie anders ausgerichtet als auf den Sieg, einen Sieg nach dem anderen, einen Tag nach dem anderen.

Er ist von vornherein ein Held, dazu geboren, berufen und auserwählt, ganz von allein, nicht als willkürlich fabrizierte Schwärmerei für ein ideales Vorbild.

Das reizt ihn unwillkürlich am Dasein. Das vor allem anderen. Das zuerst und zutiefst und bis zuletzt.

Weiterempfehlen, wenn's empfehlenswert erscheint!