Die Liebe im Krieg und der Krieg in der Liebe

Anthropologische Konstanten und ihre Metaphern und Allegorien in einem erzählten Leben
Wir nennen es Schicksal und enträtseln seine Reime:
  • Wer heute liebt, würde anders lieben, hätten es seine Großeltern anders getan.
  • Der Hausverstand in Liebesdingen und Ehesachen ist so alt wie die Menschheit.
  • Mann und Frau – Spiele, wie Vater, Mutter, Kind – Spiele vertreiben uns von allem Anfang an die Zeit.
  • Was gestern falsch lief, will heute in Ordnung gebracht sein.
  • Was heute versäumt bleibt, wird morgen gebüßt.
  • Die Last des Unrechts wird vererbt bis in die sieben mal siebente Generation.
  • Die Freude der Gerechtigkeit durchdringt Zeit und Raum.

 

Wir nennen es Glück und Unglück, Segen und Fluch:
  • Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
  • Man soll die Nacht nicht vor dem Morgen verwünschen.
  • Man soll nichts schwören, was man nicht halten kann.
  • Man soll nichts halten, was man nicht geschworen hat.
  • Die heiligen Eide gelten ewig.
  • Man braucht sie nicht nachsprechen.
  • Kein Segen, der nicht aus dem eigenen Herzen kommt.
  • Kein Fluch, den man nicht selber verhängt.

 

 

Die Sittengemälde sind der Hintergrund, vor dem sich der Reigen der Paare einer Epoche dreht.
Mann und Frau sind Herr und Dame, um ihre Würde besorgt und auf ihre Ehre bedacht.
Backfischtraum und Heldenideal tragen ihre modischen Kostüme.
Die kulturelle Brille der Gegenwart erkennt man erst nach dem Vergleich mit der Vergangenheit.
Zwei komplex geschliffene Linsenpaare, nach den Anforderungen der Zeiten, nach den Hoffnungen und Befürchtungen dieser und jener Tage.

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