Alleinerziehende Ehefrau mit Kind

Alleinerziehende Ehefrau mit Kind

Alleinerziehende Ehefrau mit Kind

Der Weg in die dramatische Krise

Es geht alles reibungslos bis zum kreischenden Knirschen des Sands im Getriebe.

Man weiß nie nicht voraus, was im nächsten Moment geschehen wird.

Das Theater der Vergewisserung.

 

Die Zuspitzung

Wie abzusehen, schlägt sie plötzlich auf ihn ein.

Das hab ich wohl verdient, antwortet er.

 

Die Lösung der Krise

Du wirst einem großen dunklen Fremden begegnen.

 

Wenn auch nur in der spirituellen Essenz so groß und so dunkel!

 

Profan, aber doch groß:

 

 

Oder alarmierend:

 

 

Zuletzt archaisch und vulkanisch, wie ein Pōhaku Kāne:

 

 

 

Mit der primordialen sexuellen Essenz in ihrem Kraftfeld:

 

 

 

Und bald die Weisheit:

 

 

Eva will mehr

Eva will mehr

 

Eva will mehr

 

Eva will.
Adam sagt ihr,
was sie wollen soll.

 

Eva probiert aus,
was alles reingeht
an Wünschen, Träumen, Sehnsüchten,
Stimmungen und Launen,
 
und wie weit sie kommt
mit Bestechen und Erpressen,
Fordern und Verhandeln.

 

Adam läßt keinen Zweifel daran,
was tolerierbar ist und was nicht,
sie hält sich an seine Gebote und Verbote.

 

Adam läßt Zweifel daran,
sie macht, was sie will,
und sagt, sie hat das Recht,
zu machen, was sie will.

 

Trägt er ihr im fälligen Moment an,
ihr gleich eine runterzuhauen,
kann er es meistens
bei einem deutlichen Blick belassen.

 

 

Eva gibt nicht auf

 

Von Zeit zu Zeit
vergewissert sie sich,
ob sie ihn nicht überraschend
auf dem falschen Fuß erwischt.

 

So wie Kinder
die Wachsamkeit der Eltern testen,
in rein sportlichem Ehrgeiz,
man weiß ja nie!

 

Eltern kennen den Tango,
den Kinder dabei machen.
 
Da hilft nur eins,
Geistesgegenwart!

 

Und starke Nerven.

 

 

Evas Wille

Evas Wille

 

 

Evas Wille

 

Eva will.
Adam sagt, ihr was sie wollen soll.
Der Satan ditto.

 

Eva macht, was Satan sagt,
und bringt Adam dazu mitzumachen.

 

Warum?
Weil der Satan sie überzeugen konnte, und Adam nicht.

 

Warum?
Der Teufel weiß, was Frauen wünschen.

 

Prada auch.
Und Gucci, Dior und Yves St. Laurent.

 

Und Billa und Merkur wie DM und PIPA.
Wie Verkäufer und Redakteure.
Wie Zuhälter, Gigolos und Casanovas.
Wie Schwule und beste Freundinnen.
Wie Mütter und Großmütter und Schwiegermütter.
Wie Schwestern, Cousinen und Kolleginnen.

 

Wie alle außer den braven Buben.

 

 

Vom Backfisch zur Frau

 

Verliebt angebetet, verlobt inthronisiert, verheiratet entthront.

So muß es enden, wenn die Liebe den Liebesrausch ablöst.

Nur die entthronte Herrin wird seine Frau.

Nur einer Autorität ist sie loyal.

Nicht einem Diener.

Schon gar nicht einem Liebesdiener.

 

 

Vom Jüngling zum Mann

 

Erzieht er sie nicht, bleibt sie der Backfisch.

Der Fisch mit dem Fahrrad.

Erzieht er sie nicht, bleibt er der Diener.

Und sie träumt von einem geheimnisvollen Fremden,

der sie bezwingt, der ihr befiehlt, und sie gehorcht.

 

 

Gretchens Entscheidung

Gretchens Entscheidung

 

 

Du willst also mit mir schlafen!

Na gut, was wären die Bedingungen?

Heiratest du mich, wenn ich schwanger werde?

Gehts du am Sonntag mit mir in die Kirche?

 

Nein?

O.K., ich mach’s!

Besser eine tragische Leidenschaft als ein frommes Eheglück!

 

Wie man seinen Mann vertreibt

Wie man seinen Mann vertreibt

 

Angesichts dessen, daß zirka die Hälfte der Ehen und noch mehr der Lebensgemeinschaften ohne Trauschein in Scheidung oder Trennung enden, wird es niemand überraschen, daß der erste gute Tipp, seinen Mann zu vertreiben, ganz einfach lautet:

Seien Sie Sie selbst!

Wenn Sie jetzt verblüfft, konsterniert oder gar beleidigt sind, hilft vielleicht die Formulierung:

Seien Sie eine ganz normale Frau!

Damit haben Sie schon die Hälfte des Ziels erreicht. Logischerweise. Die Statistik belegt es.

Na halt mal, Sie wollen doch nicht behaupten, daß es immer an der Frau liegt, wenn es zur Scheidung kommt?

So leid’s einem tun mag, genau darauf läuft die Realität hinaus!

Lesen Sie halt nicht weiter, wenn Sie Schmeichelhaftes über das weibliche Geschlecht und Unschmeichelhaftes über das männliche hören wollen! Falls man das Gesagte so einordnen wollte.

Außerdem ist das nur ein Ratschlag für die geduldigen Frauen, es kann nämlich unter Umständen 15 oder 20 Jahre dauern, bis er sich aus der frustrierenden Ehe verabschiedet, sollten Sie Kinder haben.

Und selbst dann ist die Chance groß, daß er sich bloß erwischen läßt. Bei einem Onenightstand oder sowas mit einer, die jünger ist und Mitleid mit ihm hat. Und er es dann dem Lauf der Dinge überläßt, ob Sie ihn rauswerfen oder behalten.

Oder zuerst in Therapie schicken, damit ihm ein Therapeut die Leviten liest, bis er glaubwürdig Reue zeigt und sich wie ein rücksichtsloses egoistisches Schwein vorkommt.

Sollten Sie damals einen mit mehr Kern und Rückgrat als allgemein üblich genommen haben, dann müssen Sie zumindest mitgehen und das Ganze unter dem Vorwand „Paartherapie“ laufen lassen.

Nichts läßt Sie edler, großmütiger und progressiver dastehen, als wenn Sie nach der leider letztlich fruchtlosen Therapie erzählen können, daß Sie wirklich alles unternommen haben, ihre Ehe zu retten.

Daß Sie sich nicht zu gut waren, sich in eine Paartherapie zu setzen, sondern so vernünftig und opferbereit, „es gehören immer zwei dazu“ nicht nur zu zitieren, sondern tatsächlich zu praktizieren.

„Die Therapeutin hat gesagt, wir haben uns schon zu weit auseinanderentwickelt. Ich hab‘ das eigentlich schon die längste Zeit gespürt, aber man greift halt nach jedem Strohhalm!“

Jetzt zum zweiten Tipp! Der wird Sie ebenso überraschen, weil er so einfach zu befolgen ist:

Hören Sie auf Ihre Freundinnen!

Wenn die den ihrigen nicht schon losgeworden sind, dann können sie es jedenfalls kaum erwarten, daß es Ihnen gelingt. Und wenn doch, dann ist es eine Frage der Frauensolidarität.

Eine für alle! Alle für eine!

Für die Ungeduldigen unter den Leserinnen, wie man ohne schlechtes Gewissen die Sache beschleunigen kann. Nichts Neues, aber zur Sicherheit doch angeführt:

Reduzieren Sie den Sex auf alle heiligen Zeiten!

Ja, ich weiß, das machen doch sowieso alle, weshalb es unter ganz normale Frau Sein fällt, aber, wie gesagt, sicher ist sicher.

Denken Sie daran, solange Sie sooft mit ihm schlafen, wie er das möchte, glaubt er, es ist von Ihrer Seite aus alles in Ordnung mit der Beziehung, Sie wären zufrieden mit ihm.

Was für ihn wiederum heißt, er ist neben Ihnen am richtigen Platz.

Also: Sex gibt’s nur, wenn er erstens brav war und zweitens Ihnen danach ist!

„Soll ich mich vielleicht dazu zwingen? Oder tun, als wäre es meine eheliche Pflicht? So wie den Kindern was zu essen Machen und sie ins Bett Bringen zu den Mutterpflichten gehört?“

Vorsicht! Den letzten Satz würde ich nicht riskieren.

Falls er nämlich halbwegs bei Verstand ist, sagt er „Ja, genau!“ und reitet darauf herum, daß Sie auch nicht auf die Idee kommen, den Kindern zu erklären, sie müssen bis auf weiteres hungrig ins Bett und Geschichte kriegen sie auch keine mehr vorgelesen, weil Ihnen in letzter Zeit ganz einfach nicht nach Einkaufen, Kochen und Vorlesen ist.

Und dann macht er vielleicht weiter damit, daß er sagt, er geht auch nicht nur an den Tagen zur Arbeit, wo er Lust dazu hat, und er holt die Kinder vom Kindergarten ab, auch wenn er lieber ins Kino ginge, und solche perfiden Vergleiche mehr.

Sie kontern natürlich, „Das ist doch total was anderes!“, aber wenn er Sie dann ans Stillen und Herumtragen des weinenden kranken Babys erinnert, wird es schwer mit der Logik der unechten Intimität und des zugemuteten Vorspielens von Gefühlen. Immer vorausgesetzt, er denkt mit.

Was gottseidank selten einer wagt, wenn sich seine Frau entsprechend empört gibt!

Zeigen Sie sich regelmäßig gestreßt, überfordert und am Ende Ihrer Kräfte!

Noch besser wirkt depressiv! Gereizt und streitsüchtig abwechselnd mit komplett fertig und nur noch Ihre Ruhe Wollen!

Klagen, jammern, kebbeln und keifen Sie, wann immer er nicht spurt!

Kritisieren Sie ihn regelmäßig, erklären Sie ihm, was und wie er alles Mögliche machen sollte und vergessen Sie nicht, ihn daran zu erinnern, daß Sie es ihm schon 1000 Mal gesagt haben und ihn zu fragen, wann er gedenkt, sich endlich einmal zusammenzureißen, sodaß nicht immer alles an Ihnen hängenbleibt!

Auf jeden Fall: Seien Sie auf ihn beleidigt, wenn irgendetwas im Lauf des Tages nicht nach Ihrem Kopf geht!

Es ist unerheblich, ob in der Arbeit, im Straßenverkehr oder beim Telefonieren mit Ihrer Mutter – lassen Sie Ihren Ärger an ihm aus, Sie wollen doch schließlich keine Magengeschwüre kriegen!

Behalten Sie die Kontrolle darüber, was er mit den Kindern macht!

Schließlich sind Sie die Mutter und wissen besser, was gut ist für die Kinder! Außerdem rackern Sie sich ab mit dem alltäglichen Streß und er spielt den Freizeitpapa und macht sich sowieso nur krampfhaft wichtig.

Gewöhnen Sie die Kinder von Anfang an daran, daß sie es zuerst Ihnen sagen müssen, wenn sie irgendwas vom Papa wollen! Und lassen Sie sich detailliert berichten, was und wie es war, wenn Sie nicht dabei sind!

Weil Sie sich sonst Sorgen machen – und das ist ein Zeichen vorbildlicher mütterlicher Verantwortung.

Wenn Ihnen jetzt auffällt, daß Sie diese Tipps sowieso schon spontan und intuitiv alle befolgen und er hält sich immer noch in der selben Wohnung wie Sie und die Kinder auf, ist es Zeit sich für eine aktivere Form von Psychoterror zu entscheiden.

Zornausbrüche und Wutanfälle

Nein, nicht die üblichen, gelegentlichen, zu der Sie als Ehefrau von vornherein berechtigt sind!

Kriegen Sie Zornausbrüche und Wutanfälle, die sich über die Wochen und Monate soweit steigern, daß Sie ihm zuerst am emotionalen Höehepunkt bloß den Kaffee oder das Bier ins Gesicht schütten, aber früher oder später damit beginnen, auf ihn einzuschlagen und -treten, wobei Sie sich die erste Zeit noch am nächsten Tag entschuldigen und am Ende der Entwicklung dann sagen, es geschieht ihm Recht, es ist seine Schuld und er verdient nichts Besseres und wenn es ihm nicht paßt, soll er sich verzischen, sie halten seinen Anblick einfach nicht mehr aus und fühlen sich, als müßten Sie ersticken in seiner Nähe!

Es hilft, wenn Sie sich dafür betrinken, am besten in Kombination mit ein, zwei Joints, dann ist es garantiert kein Problem, sich aus Vorwurfstiraden in Schreien und Handgreiflichkeiten zu steigern.

Das mit dem Übergang vom nachträglichen Entschuldigen zum Recht-geschieht-dir geht übrigens auch ganz von allein, schließlich kommt man sich andernfalls mit der Zeit ja lächerlich vor.

Die Kinder solidarisch einbeziehen

Haben Sie einen, der sich sogar das gefallen läßt, ist Hardcore angesagt:

Beziehen Sie in die inzwischen routinemäßigen Demütigungen, denen Sie ihn tapfer und konsequent aussetzen, die Kinder aktiv mit ein!

Schritt für Schritt die Dosis steigern!

Erst nur so laut schreien, daß die Kinder aufwachen, dann die Tür aufmachen, daß die Kinder mitkriegen, was ihr Vater für ein Schwein ist, und dann auch während des Tages keine falsche Zurückhaltung – warum sollten Sie den Kindern nicht erklären, sie brauchen nicht machen, was der Papa sagt, wenn sie nicht wollen, sondern sollen zu Ihnen kommen, wenn er schon wieder so ungut ist?

Wenn Sie einen Sinn fürs Verspielte haben – warum nicht lustige Aktionen wie vor seiner Nase mit dem Kind Hin-und-herhüpfen und „der Papa ist ein Trottel, der Papa ist ein Trottel“ intonieren? Schließlich wollen Sie Ihr Kind doch zu einem gesunden Selbstbewußtsein erziehen und dazu gehört nun mal eine gehörige Portion Respektlosigkeit!

Schon, Derartiges ist nicht jederfraus Stil, das dramatische Improvisieren liegt Ihnen vielleicht nicht so, aber um den Gehalt geht es, nicht wahr, um die Aussage, das Statement!

Ihn an den Katzentisch verbannen

Da brauchen Sie keine bissigen Bemerkungen und angewidertes Aufstöhnen, sie nehmen ihre Mahlzeiten am besten am Küchenbuffet mit dem Kind oder den zwei Kindern ein, zu viert geht es sich eben nicht aus!

Und bei Einladungen und Verwandtenbesuchen, warum sollte denn der Eßtisch nicht einfach zu klein sein, und er am Beistilltisch essen?

Nur mehr für die Kinder kochen

Sie haben genug zu tun, und wie kommen Sie eigentlich dazu, er ist alt genug, wenn er was zu essen will, soll er sich was kochen, Ihnen nimmt es auch keiner ab!

Seine Wäsche waschen Sie hoffentlich sowieso schon ewig nicht mehr!

Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, gehen Sie nach ihrem Gefühl, und bitte, sich nur keine falsche Scham auferlegen!

Er muß ganz einfach kapieren, daß ihn hier keiner braucht und er allen nur mehr auf den Wecker geht!

 

Einen Mann muß man sich auch heute noch erziehen

Einen Mann muß man sich auch heute noch erziehen

 

Früher war es klar, die alten Frauen sagten es den jungen: „Einen Mann muß man sich zum Ehemann erziehen!“

Heute hören sie von allen Seiten: „Ein Mann muß von sich aus gehorchen, ohne daß man ihn erziehen braucht!“

Es genügt, von ihm zu erwarten, daß er sich ihren Wünschen anpaßt. Das ist schließlich seine Christenpflicht!

Statt auf die traditionelle beruft man sich dabei auf die moderne, die politische Religion des Feminismus mit der Doktrin: „Seit die Frauen neue Erwartungen an die Männer stellen, sind die Männer moralisch verpflichtet, sich denen anzupassen.“

Äh – wie das?

     Wie bitte, was soll die Frage?

Ich meine, aus welchem Grund sollten die Männer die Wünsche der Frauen zu ihren Befehlen machen?

     Aus welchem Grund? Na hören Sie mal, das ist eine Frage der Moral und des Anstands – und zwar der primitivsten und des minimalsten!

Wie das?

     Wie das? Hat es sich denn bis zu Ihnen noch nicht herumgesprochen, daß die Frauen es erstens schwerer haben im Leben und zweitens strukturell benachteiligt werden seit 10 000 Jahren?

Sie meinen als Sexobjekt, Frau, Ehefrau, Mutter, Hausfrau und berufstätige Alleinerzieherin mit Kindern mit unmöglichen Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen?

     Genau! Also, was ist Ihr Problem? Reicht Ihnen der Kreuzweg des weiblichen Geschlechts seit Beginn der Zivilisation nicht als Begründung für die endlich eingeforderte männliche Pflichtschuldigkeit?

Wissen Sie, ich komme aus einer Familie von Freidenkern. Meine Großeltern haben nicht an die antisemitische Weltgeschichtsverschwörungstheorie geglaubt und ich glaube nicht an die antipatriarchalische!

     Ach so einer sind Sie! Leugnen Sie vielleicht auch die Erderwärmung?

Lenken Sie nicht ab!

     Sie hätten wahrscheinlich auch Trump gewählt und finden Putin in Ordnung, nicht? Und Erdogan! Und die Genitalverstümmelung, das Kopftuch und die Burka! Ist schon klar – frauenfeindlicher, homophober Fundamentalist, Rassist, Neonazi und Terrorsympathisant! Stellen Sie auch fleißig Hasspostings auf Facebook?

Die Kunst der Männererziehung ist vom Aussterben bedroht.

So wie die Kunst der Kindererziehung.

Dafür können die Verhaltensforscher im Labor den Hummeln das Ballspielen beibringen.

Und Kinderpsychotherapeuten gewöhnen den Kindern das Unglücklichsein ab und das Aufpassen in der Schule an. Im seltenen Glücksfall gelingt es ihnen sogar. Aber eigentlich sind es die Drogen, unter die der Kinderarzt sie setzt, sagen andere. Und wir wissen sicherheitshalber, sowas sagt man nicht, es heißt nicht Drogen, sondern Medikamente.

Und wer erzieht die Frauen? Was ist aus der Kunst der Zähmung der Widerspenstigen geworden?

Dafür gibt’s ein Rezept, sie braucht keinen Mann. „Flugs per Flux!“

Nur die Männer bleiben offiziell schwererziehbar, bei ihnen ist Hopfen und Malz verloren.

Entsorgen ist die einzige Möglichkeit.

Aber seien wir nicht so fatalistisch!

     Also: Wie erzieht man seinen Mann richtig?

Mit Liebe und Geduld.

     Und wenn einer beides vergangen ist?

Dann muß sie sich erst wieder dazu bringen, anders geht’s nicht.

     Wie soll man das schaffen?

Mit Selbstdisziplin, das ist die einzige Methode.

     Na vielen Dank für die frohe Botschaft!

Bitte, gern‘ geschehen!

Böse Ohren haben jetzt gehört, es ist die Selbstdisziplinübung der Frau, um die es geht, und die Männerfrage wäre dadurch gelöst!

Diese krude Theorie ist zwar nicht mit 100-prozentiger Sicherheit abzuweisen, aber so einfach darf man es sich nicht machen, das wäre ein Vergehen gegen die Manneswürde.

Denn wer sich auf die Ebene herabläßt, die Gehorsamsübung des Mannes wäre die Lösung der Frauenfrage, und das irgendwie umdreht, braucht sich nicht wundern, wenn man ihn Opfer nennt.

Außer er hat begriffen, daß die Ehre des Mannes darin besteht, sich nicht von dem abbringen zu lassen, was ist. Und darauf zu bestehen, daß es hat, was es wiegt. Und daß kaum einer sich der männlichen Ehre noch bewußt ist.

 

 

Frauen sind nicht so

Frauen sind nicht so

 

Sie haben sich nur so erfunden.

Deswegen sagen sie auch, ich erfinde mich jetzt neu.

Der kluge Mann zeigt seiner Frau, wie sie sich erfinden muß, wenn sie von ihm kriegen soll, was sie will.

 

Der unkluge sagt es ihr. Als ob ahnungslos, daß er damit die Hölle lostritt.

Wenn ihm nicht paßt, wie sie ist, wozu ist er dann noch mit ihr zusammen?

Wahlweise samt: „Oder hast du eh schon eine andere?“

Wer glaubt er denn, daß er ist, ihr vorzuschreiben, wie sie sein soll?

In welchem Jahrhundert lebt er eigentlich?

 

Wenn Frauen nicht so sind, wie sie sind, sondern so, wie sie sich erfunden haben, wie sind sie dann eigentlich?

Selbsterfinderisch!

Der jeweilige dernier cri ihrer Selbstproduktlinie.

 

Die kluge Frau weiß das.

Die unkluge kann mit dieser Definition nichts anfangen.

So lang, bis sie sich als kluge Frau erfindet.

 

Wann sie den ersten Selbstentwurf dafür präsentiert?

Sobald sie glaubt, er bringt ihr unterm Strich mehr als das unkluge Modell.

 

Männer bleiben nicht so

Männer bleiben nicht so

 

Im Gegensatz zu Frauen sind Männer so, wie sie sind.

Das macht es einfacher für die Frauen, wenn sie sich um sie herum erfinden.

Man muß nicht so aufpassen von Tag zu Tag oder gar von Minute zu Minute wie gegenüber einer Frau.

 

Leider bleiben die Männer aber nicht ewig so, wie sie sind.

Deswegen sind Frauen gut beraten, sich nicht einlullen zu lassen von der Voraussagbarkeit des Mannes.

Sonst hat er spätestens nach 20 Jahren aus heiterem Himmel die Freiheitskrise samt einer jüngeren Freundin; oder umgekehrt.

 

Die Freiheitskrise samt Freundin ist nicht das Problem für die Frau.

Der heitere Himmel dagegen schon.

Eingelullt hat sie keine Lust mehr auf die Mühe, sich bei Bedarf neu zu erfinden.

Und glaubt nicht, daß sie es nötig hätte.

 

Da schleift sie ihn lieber zum Paartherapeuten, daß der ihm die Flausen wieder austreibt.

Ein hoffnungsloses Unterfangen, wenn der Mann noch genug Ehre in sich hat.

Ein ehrloses Unterfangen sowieso für alle drei, falls der Therapeut mitspielt.

 

Oder er schleift sie zur Paartherapie, um seine Ehrenhaftigkeit bestätigt zu bekommen.

Auch ein hoffnungsloses Unterfangen; auch, falls der Therapeut mitspielt.

Weil der Mann sich selbst als ehrenhaft erkennen und in dieser Würde handeln muß.

Und die Frau ihm sowieso den Gefallen nicht tut.

 

Die kluge Frau achtet rechtzeitig auf die Ehre des Mannes.

Der mutige Mann erringt sich seine Ehre immer wieder.

 

Der wahre Preis der Paartherapie

Der wahre Preis der Paartherapie

 

Paare haben eine Tradition des Pessimismus, deren Pflege sie in die Krisen und in die Paartherapie bringt.

Es erfordert außergewöhnliche Geduld, bis man zu zweit so weit ist, die Pflege dieser Tradition sein zu lassen, obwohl sie eine Quelle des individuellen Selbstwertgefühls darstellt.

So wie man ein Schuljahr nicht als verloren abbucht, weil man im ersten oder auch im zweiten Trimester negativ abschließt, so darf man auch die Paartherapie nicht vor dem Arbeitsjahr abbrechen.

Die Verunsicherung im Selbstwert ist der Preis, den man für die Überwindung des Pessismismuslasters zahlen muß.

Des Vaters Kinder under cover

Des Vaters Kinder under cover

 

Der Sohn ist der des Vaters.

Die Tochter ist die des Vaters oder die der Mutter.

Das ist mit 10 entschieden.

Wenn man es den Söhnen und Töchtern nicht anmerkt, daß sie das Kind des Vaters sind, ist es ein Verstecken von Seite des Sohnes und möglicherweise eines von Seite der Tochter.

Ehrt die Mutter den Vater, braucht sich das Kind nicht fürchten, wenn es zeigt, daß es das des Vaters ist; und braucht sich nicht scheuen, das Kind des Vaters sein zu wollen.

Wenn die Mutter den Vater nicht ehrt, verstecken die Kinder des Vaters ihre Identität, entweder nur nach außen oder auch nach innen;

oder sie stehen in offenem Konflikt mit der Mutter.

Auf dem Motorrad

Auf dem Motorrad

Auf dem Motorrad

Auf dem Motorrad

Motorräder for Praxis

Motorräder vor der Praxis Märzstraße 104

Sie müssen nicht mit dem Motorrad kommen!

Auch nicht mit dem Moped oder dem Roller. Aber warum nicht?

Sind Sie früher so unterwegs gewesen, als Sie noch jung und verliebt waren und irgendwie wild und frei?

Als Sie jung verliebt waren, was war da anders? Alles?

Ein Ansturm von Wildheit, ein Drang nach Freiheit?

Jetzt die Erinnerung daran? Nein, mehr, die Sehnsucht danach?

Lauter Klischees! Aber die gibt es, weil das, was sie meinen, so wichtig ist.

So wie die Leidenschaft und die Zärtlichkeit.

Und ein Herz und eine Seele sein.

Und die Einsamkeit, die tief und still und weit ist, statt ängstlich, bedrängend und bitter.

Und das Abenteuer. Das findet man dann oft nur woanders. Die Gefahr und das Geheimnis und die Aufregung.

Immerhin, einerseits! Wo führt das nur hin, andererseits? Eben, in das nicht Absehbare, das Unvorhersehbare, das Ungewisse!

Eigentlich, kann man bedenken, ist alles unvorhersehbar. Jeden Tag. Immer. Unvermeidlich. Bis zum letzten Atemzug.

Zwischen der Furcht und der Faszination vor dem in Wirklichkeit immer radikal Ungewissen zu navigieren, kostet Nerven.

Die Versuchung, auf Nummer Sicher zu gehen, ist hingegen tröstlich.

Sich zu besinnen, zwischen der unerträglichen Unsicherheit und der erstickenden Sicherheit stets von Neuem seinen Weg zu suchen, darin liegt Herausforderung.

In der Psychotherapie und Paartherapie geht es um so ein Pfadfinden!

 

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Rufen Sie mich an – zur Vereinbarung eines (kostenlosen) telefonischen Vorgesprächs, in dem wir in einem ersten Schritt abklären, inwiefern Paartherapie für Sie zielführend wäre!

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Hier finden Sie die organisatorischen Rahmenbedingungen
und den Weg zu Ihrer ersten persönlichen Sitzung.

 

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Vorsicht, enthält didaktischen Humor!

 

 

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Kurz und bündig, aber nicht humorlos!

 

So gehen Sie es praktisch an:

So gehen Sie es praktisch an:

Sie haben sich durchgerungen und sind entschlossen auf der Suche nach Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung?

Gut!  – Bevor Sie anrufen, schauen Sie sich bitte auf dieser Seite die Videos „Was Sie bei mir erwartet“ an!

Dabei haben Sie die Wahl, wie Sie sich einen ersten Eindruck von mir und meiner Arbeitsweise verschaffen möchten:

Die Serie der ersten drei Videos ist mit einer hoffentlich unterhaltsamen Dosis ironischen Humors gewürzt, das vierte Video „Was Sie bei mir erwartet (kurz und bündig)“ darunter ist nüchtern, wenn auch nicht unbedingt humorlos oder staubtrocken.

Und lesen Sie sich bitte auf jeden Fall zumindest die Seite „Ihr Weg zur ersten Sitzung“ durch! Damit organisatorisch alles klar und voraussehbar ist.
 

Aber … der andere will/kann nicht mitkommen oder hält nichts davon?

Kein Problem! – Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung im Alleingang ist eine bewährte Methode. Kurz und vereinfacht gesagt: So wie einer allein die Beziehung verderben und sogar scheitern lassen kann, kann er sie auch zum Guten wenden. Lassen Sie sich hier motivieren: „Einspännig im Wilden Westen“!

Aber … Sie sind sich nicht sicher, ob überhaupt Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung das Richtige für Sie ist?

So geht es naturgemäß vielen! – Die Frage läßt sich seriöserweise nur in einem persönlichen Gespräch abklären. Als Tipp: Abwarten ist so gut wie nie eine gute Idee.

Sie halten nach Anregungen, Tipps und Einsichten Ausschau, wie Sie Ihre Beziehung verbessern können?

Das trifft sich 😉 – Die Artikel und Beiträge auf diesen Seiten sind genau dafür gedacht. Tragen Sie sich in das Formular für den Newsletter ein und Sie werden über neue Beiträge informiert!

– Damit Sie sich leichter daran erinnern, sich in guten wie in schlechten Zeiten in der schwierigen Kunst der Liebe zu üben.

 

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Der Mann besinnt sich

Der Mann besinnt sich

Wozu tu‘ ich das alles?

Und meint: wofür?

Und meint: für wen?

Er antwortet sich: für die Kinder!

Wenn er noch keine hat, dann meint er die zukünftigen.

Und immer meint er zusätzlich alle Kinder. Bis zu den Kindeskindern der Kindeskinder aller.

Für sich würde er sich nicht so anstrengen. Wozu?

 

Die Frau besinnt sich

Wozu tut er das alles?

Für uns?

Ich hab‘ das nicht von ihm verlangt!

Was hab‘ ich davon,

wenn er nie da ist!

Wozu tu‘ ich mir das alles an?

Wenn er sowieso nie da ist!

Das könnt‘ ich einfacher haben!

Wenn die Frauen wüßten

Wenn die Frauen wüßten

Wenn die Frauen wüßten

Wenn die Frauen
wüßten

Foto von Oladimeji Odunsi auf unsplash.com

 

… daß es beim Nächsten noch mühsamer wird,

würden sie es beim Jetzigen anders angehen.

Aber sie hoffen auf das Wunder des halben Prinzen. Des ganzen, wenn sie noch jünger sind.

Daß ihr Marktwert mit dem Älterwerden im Vergleich zu einem Mann unverhältnismäßig, fast exponentiell, fällt, berücksichtigen sie nicht. Es wäre zu deprimierend, und man braucht die Energie, um den Jetzigen loszuwerden. Und zwar so daß die Startvoraussetzungen für das „neue Leben“ optimal ausfallen.

Aber wie sie’s schon beim Aquirieren des Jetzigen gemacht haben, geben sie es wieder nicht freiwillig unter ihrem vermeintlichen Wert.

Nur als billigen Trost haben sie sich vielleicht schon die längste Zeit gedacht, sie hätten was Besseres haben können, und fragen sich, warum sie so blöd waren, sich mit so einem zufriedenzugeben, und schwören sich, beim nächsten Mal jedenfalls keine falsche Bescheidenheit walten zu lassen.

Außerdem hat er sich verstellt am Anfang, wie wir wissen, und sie haben sich täuschen lassen, naiv, unerfahren und optimistisch, wie sie waren. Zumindest hat er aufgehört, sich Mühe zu geben und sich gehen lassen, sobald er sie sicher hatte, weil sie ein Kind von ihm bekam. Mit der Zeit immer unverschämter und rücksichtsloser.

Jetzt ist sie also 10 oder 20 Jahre älter und partnermarktwertgeminderter, aber ihre Ansprüche sind zwei Mal so groß und verbissen wie vor all dieser Zeit.

Jedes Kind kann sich ausrechnen, was dabei herauskommt. Das Bessere am Nachkommenden wird sich in Windeseile in Luft auflösen, und sie wird sich noch schwerer als beim Vorherigen tun, ihre Berechnungen als fehlerhaft anzunehmen, und noch schwerer, mit seinen Schwächen und Fehlern einigermaßen Frieden zu schließen.

Gottseidank ist die Vernunft im weiblichen Gemüt ein sporadischer Gast, der keine Ansprüche zu stellen hat, sonst käme sie aus der Negativität nicht mehr heraus!

Immerhin, die Verliebtheitsphase ist schön und aufregend, und man kann sie eine gewisse Zeit lang auswalzen wie einen Strudelteig, zumindest sich einreden, es wäre eine eitle Wonne an der Herrschaft, allein schon, um der profaneren Eitelkeit Genüge zu tun.

Wenn schon nicht die Verliebtheit, dann doch ein guter Ersatz, die Erotik. Vor der sie sich schon so lange geflissentlich asketisch geziert hat, weil er nicht glauben sollte, er kann von ihr haben, was er will, während er sonst macht, was er will. Der Bisherige.

 

… wie Männer ticken,

hätten sie auch eine realistische Vorstellung, wie sie es anders angehen könnten.

Nicht umsonst gibt es Hunderte, wenn nicht Tausende von Frauenzeitschriften, deren eigentlicher Verkaufserfolg nicht in Health, Beauty und Mode begründet ist, sondern im Prominententratsch und in den Ratschlägen zur Liebe, die alle darauf beruhen, daß ihnen die Geheimnisse der männlichen Psyche verraten werden.

Zusätzlich werden Zehntausende von Beziehungsratgebern pro Jahr veröffentlicht, die zu 90 Prozent von Frauen gelesen werden.

Was für ein Elend hinter all der angelegentlichen Bildungsoffensive!

Nicht, daß Männer Leuchten sind im Durchschauen der weiblichen Psyche, um Gottes willen, mitnichten! Aber, Gott sei Lob und Dank, sie bilden sich auch nicht so fix wie vermessen ein, sie wären dazu berufen!

Es hat auch einen ehrenvollen Reiz, wenn einer es sich leisten kann, zu gestehen, daß er die Frauen nicht versteht. Er tut damit kund, daß er sie sowieso handhaben kann.

Deswegen gibt es auch keine Kultur von „Alle Frauen sind Kühe!“ oder flächendeckend quotierte Lehrstühle für Theorie der matriarchalischen Zivilisationsgeschichtsverschwörung; obwohl, wenn sowas, dann das! Leider sind die schriftlichen Zeugnisse nur indirekte, nämlich in unbeirrbarer Ahnungslosigkeit von den Opfern verfaßte, die sich dummerweise vor lauter falschem Stolz lieber als sinistre Täter hinstellen lassen denn als naive Zielobjekte finsterer Machenschaften in der Küche und der Kemenate.

Es ist halt auch eines Mannes unwürdig, wenn er seinen Ehrgeiz darein setzt, eine renitente Schöne zum endlichen Geständnis ihrer Liebe zu veranlassen und sich auf Facebook damit zu brüsten.

Das war übrigens ein geflissentlicher Hinweis auf den Mann in seiner Eigenschaft als unbekanntes Wesen.

Die Liebe ist ein Freizeitinteresse des Mannes, kein Lebensinhalt und keine Arena zur Bewährung seiner Tapferkeit. Eigentlich, vom Anspruch her; und früher halt.

Heute kann man ihm nur empfehlen, einzusehen, daß das von Natur aus Selbstverständliche weder selbstverständlich noch irgendwie verstanden abläuft, und Anleihen bei Casanova zu nehmen, was die Kunst des Frauenverstehens betrifft. Oder in der Genesis, Kapitel 3, wenn er gleich radikal die Scheuklappen abstreifen möchte.

Aber hier geht es um die Frauen und ihre Möglichkeiten, die zeitgemäßen Illusionen fallenzulassen.

Verzichten Sie auf Empathie, gnädige Frau! Sie mißlingt Ihnen ohnehin, aber Sie können nichts dafür!

So wie umgekehrt auch, unterstellen sie dem Mann Motive und Schlußfolgerungen, die Ihrer eigenen geschlechtspersönlichen, eben der weiblichen Mentalität entsprechen.

Es hilft auch nicht, daß man Ihnen wie allen seit Jahrzehnten predigt, es sei uncool bis rechtsradikal, und vor allem altmodisch, eine sogenannte Geschlechtspersönlichkeit, vulgo naturgegebene männliche und weibliche Mentalitätsunterschiede anzunehmen; das ist die falsche Religion, das ist Heidentum und Ketzerei, nicht!

Paartherapeuten zumindest oder Professoren für Psychologie sollten es besser wissen, wenn sie glaubten, es wäre legitim. Aber sie sind auch nur Fernseher und Radiohörer und online Zeitungs- und Illustriertenleser; mehr ist darüber nicht zu sagen. Außer daß keiner Forschungsgelder für dissidente Thematiken erwarten kann, eine akademische Karriere aufgrund ketzerischer Veröffentlichungen schon gar nicht.

Wenn nicht Empathie, was dann? Zuhören, was er sagt, falls er das tut oder noch der Mühe wert findet! Zuhören und für bare Münze nehmen, statt was reininterpretieren!

Oder Zuschauen, was er offensichtlich zu tun bemüht ist, statt: siehe oben! Falls er es noch der Mühe wert findet, sich zu bemühen.

Andernfalls gibt es die Erinnerung an die Zeit, wo er seine Erfolgschancen, es Ihnen recht zu machen, noch größer als 10 Prozent angenommen hat.

 

… wie teuer guter Rat ist,

wären sie heikler als heikel in der Auswahl ihrer Ratgeber.

Die Illustrierten, die Ratgeber und das Fernsehen müssen Sie vergessen.

Das ist von Frauen für Frauen, also von Laien für Laien, was die männliche Denkweise betrifft. Oder es ist von Männern für Frauen, die ihnen leidtun; und das ist kein aufgeklärtes Leidtun, sondern ein konditioniertes, kombiniert mit einem anständig gemeinten schlechten Gewissen.

Aus so einer Verfassung heraus begreift kein Mann irgendetwas Wesentliches über das Verhältnis der Geschlechter, sondern sucht bloß Selbstbestätigung als edler Ritter und dazu noch Gunstbeweise von den bemitleideten und einfühlsam verstandenen armen Seelen.

Zumindest hofft er damit, sich aus der Schußlinie im feministisch geschlechtergerechten moralistischen Dauerfeuer zu nehmen.

Was bleibt als Quelle für gute Ratschläge?

Die Urgroßmuttergeneration und die Jahrgänge davor. Die Großmütter sind auch schon verdorben durch die öffentliche Schöntuerei dem schönen Geschlecht gegenüber.

Die 50er Jahre, vernünftig aufgefaßt; die deshalb als gottseibeiunsrig verunglimpft werden.

Die 60er haben noch eine Menge zu bieten, aber schon vermischt mit Illusionen und gefiltert durch den pillenbedingten Größenwahn. (Zum letzteren Begriff gibt es hier keine weitere Erläuterung, das führte zu weit, es ist nur ein Hölzel für die Neugierigen.)

Sicherer ist man, je weiter in der Geschichte und Kulturgeschichte man zurückgeht, unterm Strich jedenfalls.

Top aktuell gibt es nur die Evolutionspsychologie, abzüglich der Kommentare der Autoren zu den untersuchten Themen und gewonnenen Erkenntnissen und insbesondere zur möglichen Umsetzung für das eigene Leben oder die Politik. Wie schon erwähnt, die Entscheidung zur ideologischen und politischen Dissidenz wäre die für das Ende der Karriere und den sozialen Pranger samt anschließendem Scheiterhaufen.

 

… wie es bei ihren Freundinnen zuhause zugeht,

erzählten sie ihr nur Unverbindliches über die eigene Beziehung und täten genau das Gegenteil von dem, was jene ihnen dringend ans Herz legen.

Sie hören nur, was Sie hören sollen. So wie Sie selber nur erzählen, was Ihre Freundin hören soll.

Wenn Sie wissen wollen, wie der Hase bei ihrer Freundin zuhause tatsächlich läuft, müssen sie beobachten, wie es ihrem Mann geht. Nicht, was er darüber sagt, sondern, was er nicht sagt und nie sagen würde. Bestenfalls seinem besten Freund; bestenfalls. Und dann so kodiert, daß es Ihnen nichts sagen würde.

Was er zu reden hat, zuhause. Was er als Vater zu melden hat, und wie seine Kinder mit ihm umgehen. Ob sie Achtung und Hochachtung vor ihm hat (ohne das jetzt pathetisch zu interpretieren). Ob sie froh ist, gerade ihn zu haben und nicht einen Cooleren, besser Verdienenden, Aufmerksameren oder einen, der mehr zu Hause ist; oder weniger, je nachdem. Ob sie ein Sexualleben haben, das die Bezeichnung verdient.

Es gibt Ausnahmen, nicht alle Beziehungen sind eine erträgliche oder schon nicht mehr erträgliche Katastrophe. Nicht alle besten Freundinnen hoffen, daß es ihrer besten Freundin auch nicht besser geht mit ihrem Mann als ihr mit dem eigenen.

Und wenn Sie so eine Ausnahme in Reichweite haben, schauen Sie, was sie tut; hören Sie es heraus, aber hören Sie nicht vordringlich auf das, was sie sagt. Gesagt wird, womit man meint, einen guten Eindruck zu machen.

Und außerdem kommen als Vorbilder nur solche Frauen in Frage, die schon lange, möglichst sehr lange oder sehr, sehr lange unterm Strich zufrieden sind mit ihrem Mann – und, nicht vergessen, entscheidender ist, er mit ihr! Warum das? Weil die chronische Unzufriedenheit auch eine typisch weibliche Methode ist, sich wach zu halten gegenüber möglichen tatsächlichen Bedrohungen der Zufriedenheit.

 

… wie leicht Männer zufriedenzustellen sind,

würden sie lieber heute als morgen die Strategie ändern und jede Menge Energie einsparen können.

Nein, das ist weder frivol noch zynisch gemeint!

Es klingt zwar kitschig, aber es ist nicht so. Wahlweise: Es ist so kitschig, wie es klingt. Es ist so kitschig der Fall.

Dreimal pro Woche Sex und jeden Abend ein genießbares Essen auf den Tisch?

So einfach wieder auch nicht!

Aber es ist ein Anfang.

Der Sex wirkt nur, wenn die Begeisterung dabei ist. Die natürliche, keine künstliche. Zumindest überzeugend gespielt. Also wenn faken, dann den ganzen Durchgang von vor dem Anfang an, nicht nur den Höhepunkt!

Wir sehen schon, da geht es um die ominöse Vorschrift der Hingabe. Fähigkeit? Schon, aber die kommt aus der Willigkeit. Der Willigkeit, sich dazu verführen zu lassen. Die Offenheit dafür, die voraussetzt, daß man sich nicht dagegen sperrt. Mehr eigentlich nicht. Sperrigkeit ist auch gut, aber die kalkulierte, die den überwindbaren Widerstand ausmacht.

Vergessen Sie sich selbst! – Mein Gott, wie hanebüchen wird es denn noch?

Nein, echt jetzt! Vergessen Sie, wer Sie sind! Und wer er ist! Es genügt, daß Sie ein Körper sind; ein mit einem empfindenden Gemüt erfüllter. Ein spürender, feinfühliger Leib. Körper zu Körper. Leib zu Leib. Das ist alles. Kein Wille, der anderes im Sinn hat, kein Ich, das Zusätzliches im Schilde führt. Wie Kinder, die spielen. Ohne Plan, was gespielt wird oder was rauskommen soll.

Dafür muß man sich konzentrieren, was nur geht, wenn man sich konzentrieren will. Was nur geht, wenn man die Trägheit am Anfang überwindet. Aber eben, das ist alles und keine Kunst. Wenn man einmal drin ist im sich Konzentrieren, will man nicht so leicht heraus. Weil es interessanter ist, dabei zu bleiben. Und schöner.

(Von den energetischen und stimmungsbezogenen Vorteilen eines regelmäßigen Sexualverkehrs sprechen die unter Frauen gebrauchten Ausdrücke wie „untervögelt“ sowieso eine beredte Sprache, das erübrigt sich hier.)

Daß es den Begriff und Gesetzesinhalt der ehelichen Pflichten gibt, ist kein Anlaß, sich rebellisch zu gebärden. Er gilt für beide Geschlechter und stammt aus der Lebensweisheit der Jahrtausende, nicht aus einem frauenverachtenden männlichen Herrschaftsgehabe. Früher machten es sich die Kulturen nämlich zur Aufgabe, die Ehe für beide Eheleute befriedigend zu ordnen und zu gestalten. Ohne Ablaufdatum.

Was für die Erotik und Sexualität gilt, stimmt auch sinngemäß für alles andere Emotionale zwischen Mann und Frau.

Darüber können Sie ohne nähere Ausführungen nachdenken. Sie sind ja kein Kind mehr und Sie haben ein Motiv dafür, wenn Sie hier lesen.

Zur Sicherheit nocheinmal: Die Sache mit der Hingabe und so weiter, die nicht umsonst die Beifügung „weibliche“ kennt, ist das Grundrezept für die Beziehung zum Mann.

Nicht überraschend? Aber fast süffisant? Man kann sich auch einer Idee, einem Gedanken, einer Vorstellung hingeben, das heißt, ohne Vorurteil und Vorerwartung sich darauf einlassen; durchaus spielerisch und neugierig.

Dann hätten wir hier einen Fall von pädagogischem Eros in Aktion. Als solcher eine Übungsgelegenheit.(*)

* Zur gefälligen Kenntnisnahme:

Wobei ich darauf hinweise, daß das Machtgefälle zwischen Ratgebertext und ratsuchendem Geist eventuell dazu angetan ist, letzerem die Freiwilligkeit des Einverständnisses zu verwehren, womit wir an oder über der Grenze zum geistigen sexuellen Mißbrauch wären. In Harvard oder Princeton ließe sich das ohne weiteres campusöffentlich vertreten. Sollte bei der werten Leserin eine entsprechende Affinität vorliegen, ist vom Gebrauch der letzten paar Absätze im Zweifel abzuraten.

(Andernfalls gilt die europäische Norm der Zumutung von Zurechnungsfähigkeit bei der Lektüre, allerspätestens ab dem Volljährigkeitsalter.)

 

Was, wenn Eine das alles ahnt, aber nicht weiß?

Oder: Eh weiß, aber nicht weiß, wie berücksichtigen; oder wie umsetzen. In der Praxis, der täglichen. Mit all dem Alltagsstreß. Und so weiter, und so fort.

Dann kommt hier die absehbare Empfehlung, sich schnellstens einen Paartherapeuten zu suchen, der das Obige im Großen und Ganzen unterschreiben kann. Es darf auch eine Therapeutin sein, gesetzt der Fall mit der Unterschrift.

Schnellstens heißt gleich, ncht in ein paar Monaten, falls es von allein nicht besser wird miteinander.

Gleich heißt am nächsten Werktag, nicht in ein paar Tagen, wenn man es hat einsickern lassen.

Das heißt normalerweise, sich immunisiert hat gegen die Brisanz der Frage.

Sie können davon ausgehen, daß Sie sowieso ein paar Jahre zu spät dran sind, Nicht ganz zu spät, aber später, als man gemeinhin glauben möchte.

Und, gleich heißt gleich, nicht dann, wenn man den Mann dazu motiviert hat, mitzugehen. Das muß er nicht. Sie allein kann auch genug in Bewegung setzen. Anzetteln, wenn das handfester klingt.

Natürlich braucht man dafür einen Paartherapeuten, der der gleichen Meinung über Paartherapie im Alleingang ist, aber das ist ja klar.

 

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Rufen Sie mich an – zur Vereinbarung eines (kostenlosen) telefonischen Vorgesprächs, in dem wir in einem ersten Schritt abklären, inwiefern Paartherapie für Sie zielführend wäre!

Telefon: 0660-7217630

Hier finden Sie die organisatorischen Rahmenbedingungen
und den Weg zu Ihrer ersten persönlichen Sitzung.

 

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Vorsicht, enthält didaktischen Humor!

 

 

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Kurz und bündig, aber nicht humorlos!

 

So gehen Sie es praktisch an:

So gehen Sie es praktisch an:

Sie haben sich durchgerungen und sind entschlossen auf der Suche nach Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung?

Gut!  – Bevor Sie anrufen, schauen Sie sich bitte auf dieser Seite die Videos „Was Sie bei mir erwartet“ an!

Dabei haben Sie die Wahl, wie Sie sich einen ersten Eindruck von mir und meiner Arbeitsweise verschaffen möchten:

Die Serie der ersten drei Videos ist mit einer hoffentlich unterhaltsamen Dosis ironischen Humors gewürzt, das vierte Video „Was Sie bei mir erwartet (kurz und bündig)“ darunter ist nüchtern, wenn auch nicht unbedingt humorlos oder staubtrocken.

Und lesen Sie sich bitte auf jeden Fall zumindest die Seite „Ihr Weg zur ersten Sitzung“ durch! Damit organisatorisch alles klar und voraussehbar ist.
 

Aber … der andere will/kann nicht mitkommen oder hält nichts davon?

Kein Problem! – Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung im Alleingang ist eine bewährte Methode. Kurz und vereinfacht gesagt: So wie einer allein die Beziehung verderben und sogar scheitern lassen kann, kann er sie auch zum Guten wenden. Lassen Sie sich hier motivieren: „Einspännig im Wilden Westen“!

Aber … Sie sind sich nicht sicher, ob überhaupt Paartherapie / Paarcoaching / Eheberatung das Richtige für Sie ist?

So geht es naturgemäß vielen! – Die Frage läßt sich seriöserweise nur in einem persönlichen Gespräch abklären. Als Tipp: Abwarten ist so gut wie nie eine gute Idee.

Sie halten nach Anregungen, Tipps und Einsichten Ausschau, wie Sie Ihre Beziehung verbessern können?

Das trifft sich 😉 – Die Artikel und Beiträge auf diesen Seiten sind genau dafür gedacht. Tragen Sie sich in das Formular für den Newsletter ein und Sie werden über neue Beiträge informiert!

– Damit Sie sich leichter daran erinnern, sich in guten wie in schlechten Zeiten in der schwierigen Kunst der Liebe zu üben.

 

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Je ungerechter, desto besser!

Je ungerechter, desto besser!

 

Man kennt es ja, die Ehe soll angeblich ein Weg zur Erleuchtung sein.

Der achteinhalbte vielleicht. Sowieso eine Arena des Karmayoga.

Oder zur Selbstentfaltung, zur Selbstverwirklichung, zum persönlichen Wachstum statt gleich ins Himmelreich auf fernöstlich, wenn es für die spiritualitätsfernen Bildungsschichten formuliert werden soll.

Die spiritualitätsfokussierten Leser wissen es, die Enttäuschung ist aller Tugenden Anfang. Weil sie auch allen Lastern den Anstoß anbietet.

Das klingt nicht mehrheitsfähig, also sagt man lieber, die Achtsamkeit initiiert den achtfachen Pfad über die neun Stufen zum Eingeschmack, vulgo der offenen Weite des Himmels mit den Schäfchenwolken.

Vor der Himmelfahrt weiß man es aber sehr wohl, enttäuscht muß man werden, um sich gekränkt zu empören und beleidigt zu grollen. Mit der süßen Rache in petto, terminisiert für den Tag, an dem das Maß voll ist.

Das Heimzahlen ist die Wurzel der Lasterhaftigkeit, kein Laster aus dem Katalog, das nicht darin gerechtfertigt wird!

Auch das sanfteste Lämmchen mit dem sonnigsten Gemüt und dem großmütigsten Herzen frißt sich den Kummerspeck deswegen an, weil es nicht einsieht, warum es die Enttäuschungen des Lebens und des Alltags ohne Gegenwehr hinnehmen soll. Zumal sonst das ewige Heulen gar nicht mehr zu besänftigen wäre.

Auch derjenige, der nur metaphorisch die beleidigte Leberwurst gibt und in subkutanen oder laut schimpfenden Zornausbrüchen und Wutanfällen sein Bedürfnis nach Selbstbehauptung im Kampf gegen die ewigen Ungerechtigkeiten der Welt im Nahen und im Fernen befriedigt, singt mit im ewigen Chor des Credos „Wie du mir, so ich dir!“

Ob das infame Du der Ehepartner ist, der Berufskollege, das Finanzamt oder die Pensionistin mit Migrationsbonus im Supermarkt, die sich vordrängt und so tut, als bemerkt sie nicht, daß man vor ihr an den Selbstbedienungskassen angestellt ist, wir lassen uns nichts gefallen, was uns nicht gefällt.

Wenn wir schon überrascht werden, dann bitte auf unverdient und unverhofft nette Art, es darf auch sehr nett sein! Da drücken wir ein Auge zu und erlauben dem Zufall zu bescheren und dem Schicksal zu schalten und walten.

Wenn es der anfänglich, wie man sich so sagt in der Hochsprache, geliebte Andere war, der Zufall und Schicksal gespielt hat, ist es genauso bestellt um unsere Moral, nur noch um eine gehörige Dosis kompromißloser kleinlich und selbstgerecht.

Ergo ist das karmische Verdienst entsprechend höher und mehr von unseren Sünden werden getilgt, wenn wir uns zusammenreißen und in weiser Voraussicht auf das Jüngste Gericht, anstatt ihn der Rücksichtslosigkeit zu zeihen, ihm den Fehler gleich von vornherein verzeihen.

Wer weniger klug vorausschaut, sei es auf das näher zukünftige Standing in der Partnerbeziehung oder auf das fernere in der zum Absoluten, läßt sich Zeit damit, um wenigstens einen Teil der Rache auszukosten, bevor er auf deren Rest verzichtet.

Ein bißchen Lasterhaftigkeit, denkt er sich, muß schon drin sein, schließlich ist man kein Tugendheld, sondern auch nur ein Mensch mit allen rechtschaffenen Schwächen seiner Spezies. Die Mönche im tibetischen Kloster oder im chinesischen Gefängnis sind eine andere Kategorie, die haben schließlich ein Gelöbnis abgelegt und riskieren zu Recht Spott und Schande, wenn sich herausstellen sollte, daß sie ihren Tempel auf Sand gebaut haben.

Er sollte lieber bedauern, daß er nicht wegen Dissidenz eingekerkert und gefoltert wird, er könnte sich eine ganze Reihe von Reinkarnationen ersparen, nutzte er die exquisite Gelegenheit zur Feindesliebe. Er erschauert hingegen lieber bewundernd, wenn’s der Dalai Lama von einem Kollegen erzählt, zu mehr reicht sein Ehrgeiz nicht.

Die griechischen Götter lachen, die tibetischen weinen auch nicht wirklich, die Weisen schmunzeln über die Unverbesserlichkeit der Torheit der Toren.

Die Esoterikkonsumentin wie der nüchterne Intellektuelle inklusive ihrer geschlechtergerechten seitenverkehrten Ausgaben ernten trotzdem die Früchte ihres wohlfeilen Zorns.

Zorn sät Zorn, die Ernte ist nur eine Frage der Zeit und der Ertrag steigt mit jedem Zyklus. Weshalb wir uns sagen lassen, wer Zorn sät, wird Sturm ernten.

Der Klügere gibt deshalb nach, weil er sich darüber nichts vormacht, weder im Blick auf das Hiesige noch in dem auf das so oder so konkret oder abstrakt vorgestellte Jenseitige.

Der Weise hat die Klugheit genug praktiziert, um in aller Nüchternheit zu kapieren: Je ungerechter, desto besser!

Was allerdings nicht bedeutet, daß er sich nicht jedesmal wieder disziplinieren muß und sich ins Gedächtnis rufen, das er ausgezogen ist, auf Illusionen zu verzichten. Und gemerkt hat, daß die giftigste die ist, aus der man meint, es wird schon nicht so heiß gegessen wie gekocht.

Drei Gleichheiten und eine Ungleichheit der Nächstenliebe

Drei Gleichheiten und eine Ungleichheit der Nächstenliebe

 

Die erste Gleichheit: Jeder Mensch ist gleich an Würde geboren.

Die zweite Gleichheit: Jeder ist in der gleichen Pflicht geboren, die Würde aller anderen anzuerkennen.

Dritte Gleichheit: Jeder ist gleich im Recht geboren, von allen anderen in seiner Würde anerkannt zu werden.

Eine Ungleichheit: Je näher einem die anderen biologisch und lebensorganisatorisch stehen, desto strikter sind die Kriterien des besten Wissens und Gewissens, an die man sich in Beachtung der zweiten Gleichheit und in der Forderung nach der Beachtung der dritten Gleichheit halten muß.

Eine Grundregel: die Striktheit der verpflichtenden Kriterien nach Gleichheit zwei und Gleichheit drei ist zwar philosophisch moralisch unabhängig, aber biologisch-moralisch abhängig vom als gerecht erachteten Quid-pro-quo.

Als Gebot für das Erlangen des Himmelreichs eignet sich nur das Befolgen des besten Wissens und Gewissens jenseits von Quid-pro-quo. Zumindest beim Homo Sapiens, der eben als seine Spezies kennzeichnende Eigenart das von Bedingungen unabhängige Denken und Urteilen pflegt.

Auf Vorwürfe ist zu verzichten

Auf Vorwürfe ist zu verzichten

Vorwürfe sind ein weiblicher Volkssport.

Mit ihnen wird derjenige vertrieben, der sie sich die längste Zeit geduldig angehört hat.

Du stehst in meiner Schuld, wirkt nicht unbegrenzt bindend.

Hat man sich erst einmal hinter den Vorwürfen verschanzt, richtet man es sich behaglich im geschützten Unterstand ein.

Man hat eine Position, und sie ist über jeden Zweifel erhaben.

Ein Stellungskrieg ist die logische Folge, den man durch den Rückzug des Gestellten gewinnt, der das Kriegsziel als der Mühe nicht mehr wert erkennt.

Eine Dreierbeziehung mit der Bitterkeit ist nicht jedermanns Sache.

Wenn einem die Romantik für Pathos und Drama abgeht, bleibt nur die Aussicht, die Gunst einer Bitteren zu genießen.

Möge sich das Bittere zum Bitteren finden, und der Mensch, der bei süßen Sinnen bleibt, seinesgleichen begegnen.

Aus der Bitterkeit fließt kein Nektar und duftet keine Blüte. Doch wozu hat man Geschmack und Geruch?

Nur der Duft lockt, nur der Nektar versüßt.

Die Verbitterung befriedigt den Stolz, nichts darüber hinaus. Verbittert bleibt man unbefriedigt.

Frieden gibt es erst, wenn man sich vom Vorwurf befreit hat.

Mein Name ist Homo Sapiens

Mein Name ist Homo Sapiens

 

Sie:
Nix ist dir gut genug!
An allem hast du was zu bekritteln!
Bei allem weißt du was Besseres!
Nie bist du mit was zufrieden!
Immer noch besser soll alles sein!
 
Er:
Na sicher, mein Name ist Homo Sapiens!

Gutwerden auf jemand

Gutwerden auf jemanden

(Eine weniger beleuchtete Kunst der Mitmenschlichkeit)

 

Geht wie Böswerden.

Geht mit Links.

Geht auf Anhieb.

Geht in Sekunden.

Geht jederzeit, wenn es sich anempfiehlt.

Geht vor aller Augen zu Recht.

Geht nebenbei.

Geht unter allen Umständen.

Geht in allen Situationen.

Geht von selber.

Geht jedem gegenüber.

Kann jeder, der böswerden kann.

Gebrauchslaster

Gebrauchslaster

Gebrauchslaster

1

„Ich hab‘ was für dich!“

2

„So schön!“

3

„Extra für deine Stirn.“

Mannesehre

Mannesehre

 

Die Ehre der Jugend ist es, stärker zu sein.

Die Ehre des jungen Mannes ist, die besseren Ideen zu haben.

Die Ehre des älteren Mannes ist es, Recht zu haben.

Die Ehre des alten Mannes ist es, sich eines Besseren belehren zu lassen.

Die Verinnerlichung der Ehre aus der idealen Anstrengung für das Gute der menschlichen Entwicklung dauert Jahrzehnte.

Merke: Der Weise wird nicht an einem Tag geboren!